2 November 2022

Bundesrat gibt leichte Entwarnung zur Energiemangellage im Winter

Die Stromversorgungssicherheit der Schweiz im Winter 2022/2023 ist nicht gravierend gef├Ąhrdet. Dennoch k├Ânnen Versorgungsengp├Ąsse nicht ausgeschlossen werden. Das ist das Fazit einer Studie, die der Bundesrat am Mittwoch zur Kenntnis genommen hat.

Aus den Resultaten gehe hervor, dass die vom Bundesrat bisher beschlossenen Massnahmen einen signifikanten Beitrag zur Energieversorgung im Winter leisteten, heisst es in einer Mitteilung. Damit k├Ânne der Energieverbrauch „in den wahrscheinlichsten Szenarien“ gedeckt werden.

Analysiert wurde die aktuelle Situation vom Bundesamt f├╝r Energie und in Begleitung der Elektrizit├Ątskommission (Elcom) und des Bundesamts f├╝r wirtschaftliche Landesversorgung (BWL). Sie simulierten verschiedene Szenarien mit unterschiedlichen Verf├╝gbarkeiten von Gas und Kernkraftwerken. Es wurden auch Kombinationen von meteorologischen Bedingungen und Kraftwerksausf├Ąllen durchgespielt.

Ber├╝cksichtigt wurden zudem die bis Ende Juli 2022 von den EU-L├Ąndern getroffenen Entscheide, beispielsweise die R├╝ckf├╝hrung von deutschen Kohlekraftwerken von der Reserve in den Markt oder die Verl├Ąngerung der Laufzeiten belgischer Kernkraftwerke. Nicht ber├╝cksichtigt wurden sp├Ątere Entscheidungen wie die Sparaufrufe, Massnahmen gegen hohe Energiepreise in der EU oder der Weiterbetrieb von drei deutschen Kernkraftwerken bis Fr├╝hling 2023.

(text:sda/bild:sda)