31 Juli 2023

Bundespr├Ąsident Alain Berset fordert eine „reformfreudige Schweiz“

Mit Blick auf die 175-j├Ąhrige Bundesverfassung hat sich Bundespr├Ąsident Alain Berset trotz den Krisen f├╝r die Zukunft optimistisch gezeigt. In seiner Ansprache an der Bundesfeier in Aegerten BE forderte er Reformen.

Mit dem Krieg in Europa, der Klimakrise, den steigenden Preisen, den steigenden Gesundheitskosten und der zunehmenden Ungleichheit in vielen L├Ąndern gebe es gute Gr├╝nde f├╝r Verunsicherung, sagte Berset am Montag in seiner 1.-August-Rede. Angesichts der Krisen sollten die Schweizerinnen und Schweizer den Mut nicht verlieren, fuhr der Bundespr├Ąsident, mit Blick auf die Verfassung, fort.

Diese entstand vor 175 Jahren nach einem B├╝rgerkrieg in einer „schwierigen Zeit“. Die „Verfassungsv├Ąter“ behielten Mut und Zuversicht, wie Berset sagte. Mit dem Verfassungstext h├Ątten sie die Basis f├╝r eine erfolgreiche Schweiz, die sich st├Ąndig weiterentwickelt, gelegt. Gest├╝tzt darauf verlangte Berset Reformen f├╝r die Zukunft.

Er verglich den Bau der Eisenbahn im damals noch jungen Bundesstaat mit der heutigen Transformation des „service public“ in das digitale Zeitalter. Berset forderte unter anderem auch ein gemeinsames Engagement f├╝r sichere Renten, f├╝r gute Perspektiven f├╝r junge Menschen, f├╝r Gleichberechtigung und f├╝r wissenschaftlichen Fortschritt.

Zum Schluss seiner Rede w├╝rdigte er die offene, demokratische und anst├Ąndige Debatte als „gr├Âsste St├Ąrke“ der Schweiz. In der politischen Kultur der Schweiz seien Gegner keine Feinde sondern B├╝rgerinnen und B├╝rger, die die Dinge anders sehen m├Âgen, sagte Berset. Alle w├╝rden sich f├╝r eine erfolgreiche, faire und zukunftsf├Ąhige Schweiz einsetzen.

(text:sda/bild:keystone)