4 November 2023

Bund warnt vor starken Winden in Teilen der Alpen und im Jura

Der Bund warnt auf dem Naturgefahrenportal vor starken Winden in weiten Teilen der Schweiz. Bis Samstagabend seien in exponierten Lagen Windspitzen von bis zu 130 Kilometern pro Stunde zu erwarten. Am Sonntag dĂŒrfte zudem die Lawinengefahr markant ansteigen.

Die Gefahrenstufe 3 fĂŒr Wind gilt praktisch fĂŒr die gesamte Schweiz nördlich der Alpen, von Genf bis St. Gallen und von Basel bis Chur, wie dem Naturgefahrenportal des Bundes zu entnehmen ist. Lediglich in Teilen des Berner Oberlandes, des Unterwallis, des Rheintals und im nördlichen Teil GraubĂŒndens herrscht mĂ€ssige Gefahr.

Bis zu 130 Kilometer pro Stunde könnten Böen im Jura erreichen – auf einer Höhe ĂŒber 1000 Metern ĂŒber Meer. Mit WindstĂ€rken von bis zu 110 Kilometern pro Stunde in exponierten Lagen rechnen die Meteorologen in den Alpen. Dort herrscht ab Mitte Nachmittag Föhn.

Gefahrenstufe 3 bedeute „erhebliche Gefahr“. Es sei damit zu rechnen, dass einzelne BĂ€ume umstĂŒrzten, Äste abbrĂ€chen und leicht befestigte GegenstĂ€nde wie Zelte oder BaugerĂŒste gefĂ€hrdet seien. Auf den Strassen sei mit erhöhter Unfallgefahr wegen starkem Seitenwind an ausgesetzten Stellen zu rechnen.

Die stĂ€rkste Windphase erwartet der Bund zwischen Samstagmittag und Samstagabend. Das Ober- und Mittelwallis, das Tessin sowie der sĂŒdliche Teil GraubĂŒndens sind von der Warnung nicht betroffen.

Starke Winde verunmöglichten am Samstagnachmittag den Bahnbetrieb zwischen Aigle VD und Monthey VS im unteren Rhonetal. Es verkehrten Ersatzbusse, wie die Bahnverkehrsinformation auf X (frĂŒher Twitter) bekanntgab. Und im Jura war am Mittag zwischen Renan BE und La Chaux-de-Fonds NE die Bahnstrecke rund zwei Stunden wegen eines umgestĂŒrzten Baums unterbrochen.

Mit Neuschnee und Sturm wird die Lawinengefahr in der Nacht auf Sonntag markant ansteigen, wie dem Lawinenbulletin des Instituts fĂŒr Schnee- und Lawinenforschung vom Samstag zu entnehmen ist. Am Sonntagvormittag dĂŒrfte die Gefahrenstufe 4, „gross“ an Nordwest- ĂŒber Nord- bis OsthĂ€ngen ĂŒber 2600 m erreicht werden. Diese zweithöchste Gefahrenstufe wird fĂŒr die Walliser Regionen Emosson, GĂ©nĂ©pi, Monthey-Val d’Illiez und Val d’Entremont-Val Ferret prognostiziert.

Schon einzelne Personen könnten leicht Lawinen auslösen. Die TourenverhÀltnisse seien gefÀhrlich. Die GefÀhrdung bezieht sich dabei hauptsÀchlich auf alpines SchneesportgelÀnde. Lawinen, die bis in Tallagen vorstossen und exponierte Verkehrswege gefÀhrden sind laut dem Lawinenbulletin kaum zu erwarten.

(text:sda/bild:keystone)