13 Juli 2022

Bund vermeldet 16 neue Affenpocken-FĂ€lle – total: 181

In der Schweiz sind 16 neue laborbestĂ€tigte Affenpocken-FĂ€lle gemeldet worden. Damit gibt es nun insgesamt 181 laborbestĂ€tigte FĂ€lle der Krankheit, wie das Bundesamt fĂŒr Gesundheit (BAG) am Mittwoch auf seiner Website schrieb.

Zurzeit geht das BAG von einer mĂ€ssigen Gefahr fĂŒr die Bevölkerung aus. Die nationalen und internationalen epidemiologischen Daten deuteten aktuell mehrheitlich auf begrenzte AusbrĂŒche hin, hiess es. Die zurzeit am stĂ€rksten betroffene Bevölkerungsgruppe seien MĂ€nner, die Sex mit MĂ€nnern haben (MSM).

Weiter schreibt das BAG: “Wir gehen davon aus, dass es in der Schweiz deutlich mehr Affenpockeninfektionen geben wird. Auch können wir eine Ausdehnung des Ausbruchs auf weitere Bevölkerungsgruppen nicht mehr ausschliessen.”

In den kommenden Tagen und Wochen werde das Bundesamt fĂŒr Gesundheit die Entwicklung sehr genau beobachten und die Risikobeurteilung entsprechend den neusten Erkenntnissen anpassen.

Bei Affenpocken handelt es sich um eine weniger gefÀhrliche Verwandte der seit etwa vierzig Jahren ausgerotteten Pocken. Die Krankheit beginnt mit hohem Fieber und entwickelt sich schnell zu einem Hautausschlag mit Krustenbildung.

Die Infektionserkrankung wird von Tieren, vermutlich von Nagetieren, auf den Menschen ĂŒbertragen (Zoonose). Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)