25 Oktober 2023

Bund korrigiert Hochrechnung seiner Finanzen nach unten

FĂŒr das laufende Jahr rechnet der Bund mit einem Finanzierungsdefizit von 1,8 Milliarden Franken. Das erwartete Defizit dĂŒrfte damit um 300 Millionen Franken höher ausfallen als in der Juni-Hochrechnung prognostiziert.

GegenĂŒber der Juni-Hochrechnung wird von etwas höheren ordentlichen Ausgaben ausgegangen (80,4 statt 80,1 Milliarden Franken) – vor allem, weil die Nachtragskredite und die KreditĂŒberschreitungen höher eingeschĂ€tzt werden, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) am Mittwoch mitteilte. Die SchĂ€tzung der ordentlichen Einnahmen bleibt gegenĂŒber der Juni-Hochrechnung unverĂ€ndert.

Da die konjunkturelle Lage im Vergleich zum Juni besser eingeschÀtzt wird, ist gemÀss Schuldenbremse ein weniger hohes Defizit zulÀssig. Infolgedessen resultiert ein strukturelles Finanzierungsdefizit von677 Millionen Franken. Die ordentlichen Ausgaben bleiben jedoch weiterhin unter dem Ausgabenplafond gemÀss Voranschlag.

Im Budget 2023 war ursprĂŒnglich ein Defizit von 4,8 Milliarden Franken prognostiziert worden. Die Verbesserung gegenĂŒber dem Voranschlag ist darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass der Rettungsschirm fĂŒr die ElektrizitĂ€tswirtschaft aus heutiger Sicht nicht benötigt wird, fĂŒr den 4 Milliarden als ausserordentliche Ausgaben budgetiert waren.

Die Hochrechnung basiert auf den unterjÀhrigen Einnahmen und Ausgaben, wobei die Entwicklung von Monat zu Monat stark variieren kann. Die Hochrechnung ist deshalb mit grosser Unsicherheit verbunden, wie das EFD schrieb.

Definitive Zahlen zum Basisjahr 2023 liegen erst mit der Rechnung vor, nach Verabschiedung des Voranschlags 2024 durch das Parlament.

(text:sda/bild:pixabay)