6 Februar 2024

Bund knausert: Frauen-EM in Thun in Gefahr?

Ursprünglich sollten es 15 Millionen Franken sein, nun will der Bundesrat die Frauen-Fussball-Europameisterschaft 2025 in der Schweiz nur mit deren vier Millionen unterstützen.

In den Austragungsorten, darunter Thun und Bern, fühlt man sich vor den Kopf gestossen. Sie habe erst einmal leer geschluckt, sagt die zuständige Thuner Gemeinderätin Katharina Ali-Oesch gegenüber Radio BeO. Im Vorfeld der Vergabe seien vom Bundesrat grosse Versprechungen gemacht worden, so Ali-Oesch weiter, jetzt habe der Bundesrat offenbar den Kurs geändert, das sei enttäuschend.

Unmittelbar seien die drei Spiele in der Stockhornarena nicht gefärdet, so Ali-Oesch, aber man habe sich anderes erhofft: Man habe sich erhofft, Thun und die Region ins Rampenlicht stellen und die Bevölkerung an diesem grossen Sportfest teilhaben lassen zu können. Das sei nun in Frage gestellt.

Klein beigeben will man in Thun aber noch nicht. Sie sei mit diversen Bundesparlamentarier:innen, mit dem Kanton, den anderen Austragungsorten und dem Schweizerischen Fussballverband in Kontakt. Sie sei überzeugt, dass die Women’s Euro 2025 unter der Bundeshauskuppel noch einiges zu Reden geben werde.

Auch in Bern hofft man auf das Parlament.

Letztlich senden vier Millionen vom Bund kein gutes Signal an den Frauensport. Zum Vergleich: Für die Herren-Europameisterschaft 2008 sprach der Bund 80 Millionen Franken.

(text:csc/bild:unsplash-symbolbild)