27 April 2023

Bund hebt alle Massnahmen zur EindÀmmung der Vogelgrippe auf

Der Bund hebt alle Massnahmen zur EindĂ€mmung der Vogelgrippe per Anfang Mai auf. In den letzten Wochen seien schweizweit keine KrankheitsfĂ€lle bei Wildvögeln mehr aufgetreten, teilte das Bundesamt fĂŒr Lebensmittelsicherheit und VeterinĂ€rwesen (BLV) am Donnerstag mit.

Weiterhin gelte fĂŒr GeflĂŒgelhaltende eine Meldepflicht. Bei ĂŒbermĂ€ssigen Krankheits- oder TodesfĂ€llen mĂŒsse ein Tierarzt benachrichtigt werden, hiess es beim BLV weiter. GeflĂŒgelhaltende seien zudem angehalten, sich ĂŒber die Seuchenlage zu informieren und wenn nötig neue Bestimmungen umzusetzen.

Die Seuchensituation im Zusammenhang mit der Vogelgrippe erfordere weiterhin Wachsamkeit, teilte das BLV mit. KrankheitsfĂ€lle kĂ€men weiterhin in weiten Teilen Europas vor, seien aber wie auch in der Schweiz rĂŒcklĂ€ufig. Auch die Wahrscheinlichkeit einer Einschleppung durch Zugvögel sinke, da diese ihre Sommerquartiere grösstenteils erreicht hĂ€tten. Wildvögel könnten aber möglicherweise unentdeckt TrĂ€ger des Virus sein.

Die Vogelgrippe grassierte diesen Winter fast weltweit. In der Schweiz erkrankten vor allem Möwen. Im Kanton ZĂŒrich waren drei kleine Tierhaltungen von der Seuche betroffen.

Das BLV hatte in Absprache mit den kantonalen Behörden im November 2022 Schutzmassnahmen angeordnet und sie in mehreren Schritten bis und mit dem 30. April 2023 verlĂ€ngert. Damit habe eine Ausbreitung der Krankheit in GeflĂŒgelhaltungen weitgehend verhindert werden können, teilte das BLV mit. Die Bestimmungen hatten zum Ziel, den Kontakt zwischen HausgeflĂŒgel und Wildvögeln zu unterbinden.

Momentan stehe in der Schweiz kein zugelassener Impfstoff gegen die Vogelgrippe zur VerfĂŒgung. Die Impfung sei ausschliesslich im Rahmen eines Forschungsprojektes in zwei Zoos erlaubt.

(text:sda/bild:unsplash)