28 Oktober 2026

Bund hat keine Angaben zu Schweizer Unglücksopfern in Spanien

Nach dem schweren Zugunglück in Spanien hat das Schweizer Aussendepartement keine Informationen über mögliche Schweizer Opfer. Die Vertretung des Bundes in Madrid stehe in Kontakt mit den Behörden vor Ort, hiess es am Mittwochnachmittag auf Anfrage von Keystone-SDA.

Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich auf der Social Media-Plattform X derweil „zutiefst bestürzt“ über das tragische Zugunglück. „Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und den Verletzten.“ In diesen schweren Stunden stehe die Schweiz dem spanischen Volk zur Seite und bekunde ihre uneingeschränkte Solidarität, so der Bundespräsident.

Auch Nationalratspräsident Pierre-André Page (SVP/FR) und Ständeratspräsident Stefan Engler (Mitte/GR) drückten dem spanischen Volk im Namen der Bundesversammlung ihre tiefe Betroffenheit und ihr aufrichtiges Beileid aus. In dieser Zeit der Trauer stehe die Schweiz solidarisch an der Seite Spaniens. „Unsere Gedanken sind bei den Familien und Angehörigen der Verstorbenen sowie bei allen Verletzten und anderen Betroffenen dieser Tragödie“, schrieben die Parlamentsdienste auf X.

Dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) lagen am Mittwoch vorerst keine Informationen über mögliche Schweizer Opfer vor, wie es auf Anfrage weiter mitteilte. Entsprechende Abklärungen seien im Gang. Man stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden vor Ort.

Bei dem Zugunglück kamen Stand Mittwochabend mindestens 64 Menschen ums Leben. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge stiessen am Morgen nahe Urda in der Provinz Toledo rund 130 Kilometer südlich von Madrid zusammen. Die Behörden rechnen mit weiteren Toten, weil es bislang noch nicht möglich war, bis ins Innere aller Waggons vorzudringen. Die Zahl der Schwerverletzten wurde mit rund 50 angegeben.

(text:sda/bild:keystone)