4 Februar 2022

Bund bezahlt weiter PCR-Tests fĂŒr Kontaktpersonen von Infizierten

Der Bund kommt weiterhin fĂŒr die Kosten von PCR-Tests von Personen auf, die engen Kontakt mit Coronavirus-Infizierten hatten. Das prĂ€zisierte der Bundesrat am Freitag. Rund 33’400 neue Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden wurden dem Bundesamt fĂŒr Gesundheit (BAG) am Freitag gemeldet. Auch nach der Abschaffung der KontaktquarantĂ€ne bezahlt der Bund die PCR-Tests von Personen, die engen Kontakt mit Coronavirus-Infizierten hatten. Wer mit Angesteckten in Kontakt stand, muss aber nicht mehr in QuarantĂ€ne, wie der Bundesrat bereits am Mittwoch entschieden hatte. FĂŒr eine Lockerung der Corona-Schutzmassnahmen plĂ€diert auch die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK-N) – allerdings in zwei Schritten. Gerade bei der Aufhebung der Maskenpflicht will sie nichts ĂŒberstĂŒrzen. Zwei Varianten hatte der Bundesrat am Mittwoch zur Diskussion gestellt: Bei der ersten wĂŒrden alle Schutzmassnahmen einschliesslich der Maskenpflicht bereits am 17. Februar fallen. Bei der zweiten Variante gĂ€be es am selben Tag erste Lockerungen, wĂ€hrend einige Massnahmen – darunter die Maskenpflicht – noch bestehen blieben. Mit 12 zu 10 Stimmen und bei 3 Enthaltungen sprach sich die SGK-N fĂŒr die zweite Variante aus, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Der Bundesrat will am 16. Februar ĂŒber die weiteren Öffnungen entscheiden, abhĂ€ngig von der epidemiologischen Lage. Sollten die Coronaviren weiterhin stark zirkulieren, sollen die Masken noch nicht ĂŒberall fallen. Mit 11 zu 10 Stimmen bei 3 Enthaltungen prĂ€zisierte die Kommission, dass die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, in Heimen und auch in SpitĂ€lern bei „sehr hoher Virenzirkulation“ vorerst beibehalten werden solle. Der Grenzverkehr soll in Pandemie-Zeiten nicht mehr ganz zum Erliegen kommen. GrenzgĂ€ngerinnen, GrenzgĂ€nger und Menschen mit persönlichen, familiĂ€ren und beruflichen Bindungen im Grenzgebiet sollen weiterhin passieren können. Zu einer entsprechenden Motion von StĂ€nderĂ€tin Eva Herzog (SP/BS) empfiehlt die SGK-N ein Ja. Der vom StĂ€nderat angenommene Vorstoss verlangt eine Anpassung des Epidemiengesetzes. Der Bundesrat beantragt ein Nein. In der Schweiz und in Liechtenstein wurden dem BAG am Freitag innerhalb von 24 Stunden 33’386 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Gleichzeitig registrierte das BAG 18 neue TodesfĂ€lle und 167 Spitaleintritte. Das BAG wies darauf hin, dass die hohe Anzahl von gemeldeten Tests sowie der hohe Anteil positiver Tests auf eine erhöhte Dunkelziffer hindeuteten. Daher widerspiegelten die Fallzahlen das Infektionsgeschehen nur eingeschrĂ€nkt. Derzeit befinden sich in den SpitĂ€lern 684 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen liegt bei 78,90 Prozent. Von Covid-19-Patienten werden 22,70 Prozent der verfĂŒgbaren Betten belegt. 68,38 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind unterdessen vollstĂ€ndig geimpft. Ausserdem haben fast 40 Prozent der Gesamtbevölkerung und 74,72 Prozent der ĂŒber 65-JĂ€hrigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten, also eine dritte oder Auffrischungsimpfung. In den 24 Stunden bis Freitagmorgen wurden dem BAG 98’858 neue Corona-Tests gemeldet. 126’935 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, befanden sich zu dem Zeitpunkt in Isolation.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)