13 Juni 2022

Bund bewilligt der BLS Teilausbau des Lötschberg-Basistunnels

Die BLS hat vom Bundesamt fĂŒr Verkehr die Bewilligung fĂŒr den Teilausbau des Lötschberg-Basistunnels erhalten. Mit den Ausschreibung der Bauarbeiten beginnt die BLS aber erst, wenn sich die Eidgenössischen RĂ€te fĂŒr oder gegen einen Vollausbau entschieden haben.

Wenn sie bis zum Parlamentsentscheid zuwarte, könne sie das Projekt entsprechend anpassen, argumentiert die BLS in einer Mitteilung vom Montag. Voraussichtlich im kommenden Jahr fĂ€llen laut dem Berner Unternehmen des öffentlichen Verkehrs die Eidgenössischen RĂ€te ihren Entscheid fĂŒr oder gegen den Vollausbau.

Das Projekt fĂŒr den Vollausbau des Lötschberg-Basistunnels arbeitet die Besitzerin und Betreiberin des Bauwerks bis Ende 2022 auf einen vergleichbaren Planungsstand aus wie jenes fĂŒr den Teilausbau. Die BLS geht davon aus, dass im Jahr 2026 die Bauarbeiten beginnen. Die Kosten des Teilausbaus schĂ€tzt sie auf 973,5 Millionen Franken.

Die BLS und das mehrere Kantone umfassende Lötschberg-Komitee machen sich seit Jahren fĂŒr einen Vollausbau des Basistunnels stark. Sie argumentieren, ein komplett zweispuriger Tunnel erhöhe die KapazitĂ€t dieser wichtigen Achse. Zudem bliebe der Tunnel bei einem Vollausbau wĂ€hrend der ganzen Bauzeit befahrbar.

Bei einem Teilausbau mĂŒsse der Basistunnel acht Monate lang komplett gesperrt werden. Dies, weil im Gestein unterhalb von Mitholz BE umfangreiche Bauarbeiten nötig wĂ€ren, um die um 14 Kilometer ausgebaute zweite Tunnelröhre an die erste anzuschliessen.

Der Lötschbergbasistunnel besteht heute aus einer durchgehend ausgebauten, 35 Kilometer langen Röhre, welche 2007 in Betrieb genommen wurde. Die zweite Röhre ist heute nur zwischen Ferden VS und Raron VS befahrbar.

Zwischen Ferden und Mitholz BE ist die zweite Röhre zwar ausgebrochen, aber es gibt keine Gleise und Fahrleitungen. Nach Mitholz in Richtung Norden fehlt eine Röhre auf sieben Kilometern LÀnge gÀnzlich.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)