Brignone holt ihre zweite Goldmedaille in Cortina
Federica Brignone sichert sich nach dem Sieg im Super-G auch die Goldmedaille im olympischen Riesenslalom. Die Italienerin gewinnt vor den zeitgleichen Sara Hector und Thea Stjernesund.
Der Vorsprung von Brignone, die schon nach dem ersten Lauf geführt hatte, betrug am Ende 62 Hundertstel. Für die 35-Jährige war es bereits die fünfte Medaille an Olympischen Spielen, die dritte im Riesenslalom und die zweite an den diesjährigen Spielen, nachdem sie erst kurz zuvor ihr Comeback nach schwerer Verletzung gegeben hatte. Silber ging an die Schwedin Hector, die vor vier Jahren in Peking Gold geholt hatte und die Norwegerin Stjernesund.
So gross die Differenz zwischen der Siegerin und dem Rest war, so eng war es dahinter. Am Gewinn einer Medaille schrammten insbesondere Lara Della Mea und Julia Scheib vorbei. Der Italienerin fehlten fünf Hundertstel, der Österreicherin deren sieben. Scheib, die in dieser Saison in der Hälfte aller Riesenslaloms zuoberst auf dem Podest stand, handelte sich im ersten Lauf bei der letzten Welle vor dem Ziel einen grossen Rückstand ein, den sie in der Entscheidung nicht mehr ganz wettmachen konnte.
Selbst Camille Rast fehlten im 12. Rang lediglich 37 Hundertstel zu einer Medaille. Die Walliserin kam nicht gut zurecht mit dem wenig steilen und mit vielen Wellen versehenen Hang. In beiden Läufen gehörte sie im ersten Abschnitt zwar zu den Schnellsten. Dann schlichen sich bei der dreifachen Podestfahrerin des Riesenslalom-Winters aber Fehler ein. Ausgerechnet im wichtigsten Rennen der Saison resultierte das zweitschlechteste Resultat.
Sue Piller – wohnhaft in Gsteig – sammelt bei ihrem ersten Rennen unter den fünf Ringen Erfahrungen und fährt auf den 24. Platz.
(text:pd&chl/bild:unsplash)