29 Oktober 2026

BRB: Historische Dieselloks werden elektrifiziert und emissionsfrei

Die Brienz Rothorn Bahn (BRB) macht einen entscheidenden Schritt in die Zukunft: Eine Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass die Dieselloks mit einem Batterieantrieb emissionsfrei gemacht werden können. Der Umbau der ersten der drei Loks beginnt Ende Oktober. In Betrieb gehen soll die erste Lok in der Saison 2028.

Die BRB zeigt damit ein weiteres Mal, dass sich das Unternehmen nachhaltig und umweltfreundlich ausrichten will. Bereits bei der Renovation und Erweiterung des Betriebsgebäudes in Brienz und beim Bergrestaurant auf dem Brienzer Rothorn wurde unter anderem mit Photovoltaik auf fossilfreie Energiegewinnungsanlagen gesetzt. Die Finanzierung der Umrüstung der Dieselloks ist durch Eigenmittel und Rückstellungen der BRB AG sichergestellt; Fremdkapital wird keines beansprucht. Für den Umbau der Lok 11 wurden CHF 5,89 Mio. freigegeben.

Das Markenzeichen der 1889 gegründeten BRB bleiben die geschichtsträchtigen Dampfloks, die weiterhin in Betrieb bleiben werden. Mit dem Umbau der drei dieselhydraulischen Zahn-radlokomotiven des Typs Hm 2/2 aus den Jahren 1975 bzw. 1987 will man einen Schritt Richtung nachhaltige Bahn-Mobilität gehen. Sie sollen schrittweise zu batterieelektrischen Lokomotiven umgebaut werden. Eine umfassende Machbarkeitsstudie zeigt, dass das Vorhaben technisch umsetzbar und betrieblich integrierbar ist. Mit dem Vorhaben könnte die BRB zu einer der ersten Zahnradbahnen weltweit werden, die historische Diesellokomotiven erfolgreich auf einen batterieelektrischen Antrieb umrüstet. «Unsere bewährten Lokomotiven mit eigens produziertem Strom, statt Diesel zu betreiben, ist für uns ökologisch und wirtschaftlich konsequent», sagt dazu Verwaltungsratspräsident Peter Flück. Die Topografie der BRB sei für den innovativen Batterieantrieb besonders geeignet, weil bei der Talfahrt ein grosser Teil der Energie zurückgewonnen und erneut genutzt werden könne, ergänzt Flück. Und weiter: «So erhalten wir unsere historischen Fahrzeuge und reduzieren gleichzeitig die Betriebskosten über deren weitere Lebensdauer».

Die Umrüstung ermöglicht der BRB ausserdem, die weiterhin benötigten Lokomotiven trotz Erreichen des Endes ihrer technischen Lebensdauer langfristig weiter zu nutzen und gleichzeitig auf einen modernen, emissionsarmen Antrieb umzustellen. Damit verbindet das Projekt die Sicherung des betrieblichen Bedarfs mit wesentlichen ökologischen und betrieblichen Verbesserungen. Vor allem die Reduktion von CO2-Emissionen und lokalen Schadstoffen sowie die Verringerung von Lärm- und Geruchsemissionen werden bedeutend und für die Bevölkerung wahrnehmbar sein. Für die Energieversorgung soll möglichst viel selbst erzeugter Strom aus den eigenen Photovoltaikanlagen genutzt werden. Gemeinsam mit Fachpartnern wird dazu ein Energiekonzept entwickelt, das die vorhandenen und geplanten Photovoltaikanlagen sowie stationäre Batteriespeicher einbezieht.

(text:pd/bild:zvg brb)