Braucht Thun ein Taubenkonzept?
Die Stadt Thun braucht ein Stadttaubenkonzept. Dieser Meinung ist die Thuner EDU-Stadträtin Franziska Eggerberg und fordert deshalb vom Gemeinderat mit einem Postulat 9neun Punkte zu prüfen. Dabei geht es unter anderem um die Erarbeitung eines Stadttaubenkonzeptes, dem Einrichten von kontrollierten Taubenschlägen und der Anpassung des heutigen Fütterungsverbotes.
Die Stadt verbietet Fütterung, doch engagierte Fachpersonen kümmern sich dennoch um die Tiere — mit positivem Effekt auf Sauberkeit und weniger Reklamationen, insbesondere bei
Terrassen-Gastronomie, schreibt Eggenberg in ihrem Postulat. Erfolgreiche Stadttaubenmodelle aus Bern, Luzern, Olten und weiteren Städten würden zeigen: Kontrollierte Fütterung in Taubenschlägen, kombiniert mit systematischer Geburtenkontrolle reduziert die Population nachhaltig, mindert Verschmutzungen an Gebäuden und verbessert die Gesundheit der Tiere.
Der Gemeinderat sieht jedoch keinen Handlungsbedarf und erachtet das prüfen der neun Punkte als zu teuer, wenn man bedenkt, was der Nutzen daraus wäre. Für Eggenberg unverständlich, wie sie gegenüber Radio BeO erklärt. Für wie nötig es das Thuner Parlament erachtet, unter anderem ein Stadttaubenkonzept zu prüfen, wird sich zeigen.
(text:chl/bild:unsplash)