7 Mai 2024

Borussia Dortmund zum dritten Mal im Champions-League-Final

Borussia Dortmund steht zum dritten Mal im Final der Champions League. Die Mannschaft des Schweizer Goalies Gregor Kobel gewinnt nach dem Hinspiel auch das R├╝ckspiel bei Paris Saint-Germain 1:0. Kobel schafft mit dem Finaleinzug Historisches.

Mats Hummels verwertete in der 50. Minute einen Corner mit dem Kopf zum zweiten 1:0-Sieg ├╝ber PSG innert einer Woche. Den entscheidenden Stellungsfehler beging ausgerechnet der f├╝r den im Hinspiel mit einem Kreuzbandriss ausgeschiedenen Lucas Hernandez in die Pariser Innenverteidigung ger├╝ckte Lucas Beraldo. Im Vorw├Ąrtsgang der Gastgeber scheiterten Warren Za├»re-Emery (in der 47. Minute aus k├╝rzester Entfernung), Nuno Mendes (61. aus der 21 Metern), Kylian Mbapp├ę (86. aus sieben Metern) und Vitinha (88. aus grosser Distanz) in der zweiten Halbzeit am Pfosten oder an der Latte.

Dortmunds Sieg vor 48’000 Zuschauern im Parc des Princes war angesichts des Chancenwuchers von Paris Saint-Germain schmeichelhaft. Die G├Ąste verdienten sich den Finaleinzug aber mit einer reifen, k├Ąmpferischen und disziplinierten Leistung.

Sechs Tage nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel und drei Tage nach dem 5:1 gegen Augsburg mit kompletter Personalrochade bis auf Kobel vertraute Dortmunds Trainer Edin Terzic wieder der gleichen Elf wie im Hinspiel. Und erneut pr├Ąsentierten sich die in der Meisterschaft oft unbest├Ąndigen, in der Champions League aber ├╝berzeugenden Dortmunder gut organisiert und defensiv sattelfest. Gregor Kobel blieb zum sechsten Mal im laufenden Wettbewerb ohne Gegentor – und avanciert damit zum ersten Schweizer Torh├╝ter in einem Champions-League-Final.

Im Bestreben, die Hypothek aus dem Hinspiel wettzumachen, half Paris Saint-Germain auch nicht, dass Kylian Mbapp├ę vom Sturmzentrum auf die von ihm pr├Ąferierte linke Fl├╝gelposition r├╝ckte. Der f├╝r Bradley Barcola in die Startelf ger├╝ckte angestammte Mittelst├╝rmer Gon├žalo Ramos kam zwar zu einigen Abschl├╝ssen, aber wie die Offensivstars Mbapp├ę und Ousmane Demb├ęl├ę auch nicht zum Torerfolg.

Die Franzosen hatten zwar viel mehr vom Spiel, agierten vor dem gegnerischen Tor aber zu ineffizient. Auch die gef├Ąhrlichste Szene in der ersten Halbzeit geh├Ârte den Dortmundern. Gigi Donnarumma verhinderte in der 35. Minute eine fr├╝here F├╝hrung der G├Ąste mit einem starken Reflex nach einem Konter von Karim Adeyemi.

Zum Ende einer komplizierten Saison mit dem mageren 5. Zwischenrang in der Bundesliga zwei Runden vor Schluss greift der BVB damit nach dem zweiten Triumph auf Europas gr├Âsster Fussball-B├╝hne. Es ist Dortmunds dritter Finaleinzug in der Champions League nach 1997 (3:1-Sieg gegen Juventus Turin) und 2013 (1:2-Niederlage gegen Bayern M├╝nchen).

Der Gegner im Final am 1. Juni im Wembley-Stadion in London ist der Sieger des Duells zwischen Real Madrid und Bayern M├╝nchen vom Mittwoch. Im Hinspiel trennten sich die beiden Mannschaften in M├╝nchen 2:2. Dortmund gegen Bayern w├Ąre die Neuauflage des letzten Champions-League-Finals im Wembley vor elf Jahren.

(text:sda/bild:keystone)