2 Dezember 2023

Boris Johnson mischt sich in Streit um Buch ├╝ber Royals ein

Der Wirbel in Grossbritannien um ein in den Niederlanden aus dem Handel genommenes Buch ├╝ber die K├Ânigsfamilie hat auch am Wochenende angehalten. Der fr├╝here britische Premierminister Boris Johnson mischte sich am Samstag mit einem Meinungsbeitrag in der Boulevardzeitung „Daily Mail“ in die Debatte ein und nahm die Royals in Schutz.

In der niederl├Ąndischen ├ťbersetzung des Buchs „Endgame“ (Endspiel) des Autors Omid Scobie wurden laut ├╝bereinstimmenden Berichten grosser britischer Medien wie der BBC und des „Guardian“ K├Ânig Charles (75) und Prinzessin Kate (41) als diejenigen Royals identifiziert, denen Prinz Harry (39) und Herzogin Meghan (42) vorgeworfen hatten, ├╝ber die Hautfarbe ihres damals noch ungeborenen Sohns Archie (4) spekuliert zu haben.

Aufgekommen waren die Vorw├╝rfe in einem Aufsehen erregenden Interview mit US-Talkshowlegende Oprah Winfrey im M├Ąrz 2021. Meghan wollte die Namen der bezichtigten Royals damals nicht preisgeben, weil es „sehr sch├Ądlich f├╝r diejenigen w├Ąre“. Meghan zufolge ging es in den Gespr├Ąchen darum, wie dunkel die Haut ihres Kindes sein und was das bedeuten werde.

Warum die Namen nur in der niederl├Ąndischen Fassung zu lesen waren, blieb zun├Ąchst unklar. Autor Scobie versicherte, er habe kein Buch eingereicht, das die Namen enthielt. Die niederl├Ąndischen ├ťbersetzerinnen beharrten jedoch ebenfalls darauf, nichts hinzugef├╝gt zu haben. Der niederl├Ąndische Verlag zog das Buch zur├╝ck.

Johnson befand die angeblichen Spekulationen ├╝ber die Hautfarbe Archies, den er als „princeling“ verspottete, indessen als harmlos. Die Vorw├╝rfe seien „ein weiteres Beispiel des Prozesses, in dem normale menschliche Denkmuster und Verhaltensweisen denunziert, d├Ąmonisiert und vom Kanon des Akzeptablen gestrichen werden“, schrieb der konservative Politiker.

(text:sda/bild:keystone)