14 November 2021

Booster-Impfung f├╝r alle soll kommen

Angesichts der steigenden Zahl von Neuansteckungen mit dem Coronavirus und der Stagnation bei Neuimpfungen ist es f├╝r Bundespr├Ąsident Guy Parmelin an der Zeit, andere Massnahmen voranzutreiben: das Boostern etwa. Laut Taskforce-Chefin Tanja Stadler hat die Schweiz noch etwas Zeit f├╝r die dritte Impfung bei der Gesamtbev├Âlkerung. Sie warnt aber auch vor ├╝berlasteten Spit├Ąlern.

Parmelin ist ├╝berzeugt, dass die dritte Impfung gegen das Coronavirus bald auf die Gesamtbev├Âlkerung ausgeweitet werden muss. Denn irgendwann komme der Moment, wo man sich eingestehen m├╝sse, dass nicht mehr viele vom Impfen ├╝berzeugt werden k├Ânnten, sagte er nach der nationalen Impfwoche in einem Interview mit der „NZZ am Sonntag“. „Einen neuerlichen Lockdown wollen wir unbedingt verhindern.“

Gem├Ąss Christoph Berger, Pr├Ąsident der eidgen├Âssischen Impfkommission, soll die dritte Impfung f├╝r die Gesamtbev├Âlkerung noch dieses Jahr m├Âglich sein. Sobald alle ├╝ber 65-J├Ąhrigen die dritte Impfung bekommen h├Ątten, werde diese f├╝r J├╝ngere ge├Âffnet, hiess es in der „SonntagsZeitung“.

Nach Angaben von Taskforce-Chefin Stadler hat die Schweiz noch etwas Zeit f├╝r die dritte Impfung bei der Gesamtbev├Âlkerung. Es mache Sinn, nach der zweiten Dosis sechs Monate zuzuwarten. In der Schweiz sei diese der breiten Bev├Âlkerung ab Mitte Juni verabreicht worden, sagte sie in einem Interview mit der „Sonntagszeitung“. Ab Dezember sollte aber damit begonnen werden. Mit einem Booster k├Ânne der Schutz vor einer Ansteckung wieder auf 95 Prozent erh├Âht werden.

Stadler warnte allerdings, dass im Winter mit 30ÔÇÖ000 Hospitalisierungen zu rechnen sei, „wenn wir wie bisher weiterfahren und keinen signifikanten Impffortschritt schaffen.“ In der nationalen Impfwoche seien etwa 25ÔÇÖ000 Erstimpfungen verabreicht worden. In den vergangenen Tagen gab es jeweils fast 4000 Neuansteckungen t├Ąglich mit dem Coronavirus.

(text:sda/bild:unsplash)