10 Dezember 2021

BLS lagert Schifffahrt als AG aus

Die BLS will die Schifffahrt auf dem Thuner- und Brienzersee langfristig sichern und nachhaltig im Tourismusmarkt positionieren. DafĂŒr organisiert sie den Bereich neu in einer eigenstĂ€ndigen Tochtergesellschaft. Gestern hat der Verwaltungsrat der BLS AG der GrĂŒndung der BLS Schifffahrt AG zugestimmt. Um die Schifffahrt langfristig zu sichern und auf eine gesunde finanzielle Basis zu stellen, hat der Verwaltungsrat der BLS AG im Februar 2020 die Umsetzung eines neuen GeschĂ€ftsmodells beschlossen. Gestern hat der Verwaltungsrat der GrĂŒndung der neuen Tochtergesellschaft BLS Schifffahrt AG zugestimmt. Die BLS Schifffahrt AG wird ab dem 1. Januar 2022 als selbstĂ€ndiges Unternehmen durch einen eigenen Verwaltungsrat und eine eigene GeschĂ€ftsleitung gefĂŒhrt. Alle Mitarbeitenden werden ĂŒbernommen. An der neuen Tochtergesellschaft hĂ€lt die BLS AG den 100-prozentigen Aktienanteil. Die Schifffahrt erhĂ€lt auch einen angepassten Gesamtarbeitsvertrag, auch da werden Kosten gespart werden können: In der Schifffahrt seien die Normlöhne nicht so hoch wie im Bahnverkehr, sagt Claude Merlach zu Radio BeO. Im Vergleich mit anderen Schifffahrtsunternehmen werde der Vertrag aber immer noch höhere Löhne garantieren.

Die BLS möchte die Schifffahrt kostendeckend betreiben: Das sei der Grund fĂŒr die Auslagerung, hat die BLS schon im 2020 mitgeteilt. Dies soll wegen der grösseren FlexibilitĂ€t durch die EigenstĂ€ndigkeit passieren. Im Jahr 2019 konnte die Schifffahrt als Bereich einen Gewinn von 100’000 Franken ausweisen – viele Bereiche der BLS sind dagegen defizitĂ€r: Mehrheitseigner der BLS ist der Kanton Bern, daneben gehört ein guter FĂŒnftel des Unternehmens dem Bund.

(text:pd&og/bild:zvg)