BLS baut Stellen ab und schliesst Reisezentren
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(03:15)
Die BLS baut rund 40 Vollzeitstellen ab und schliesst fünf Reisezentren. Grund dafür sei der Spardruck im öffentlichen Verkehr, der von Bund und Kantonen ausgeht. Die BLS begründet: „Die Einnahmen aus dem Billett- und Aboverkauf decken die Kosten der Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs nur zu einem Teil. Die ungedeckten Kosten werden im regionalen Personenverkehr (RPV) durch Bund und Kantone finanziert. Die finanzielle Lage der öffentlichen Hand ist zunehmend angespannt und setzt den RPV unter Druck.“
Die BLS will 2027 und 2028 fünf Millionen Franken einsparen. Dadurch reduziert sich die von Bund und Kantonen finanzierte Abgeltung für den regionalen Personenverkehr auf jährlich rund 150 Millionen Franken. Gespart werden soll hauptsächlich durch weniger Service und Angebote, dieser Abbau bedeute auch, dass die BLS Stellen streichen muss, so Helene Soltermann von der BLS gegenüber Radio BeO. Die BLS informiert heute per Medienmitteilung über diese Sparmassnahmen und schreibt: „Mit den Kostensenkungsmassnahmen reduziert die BLS ihren Personalbedarf bis Ende 2030 um voraussichtlich rund 40 Vollzeitstellen. Wo immer möglich werden die Stellen über Fluktuationen oder interne Wechsel abgebaut. Die betroffenen Mitarbeitenden und die Sozialpartner sind über die Massnahmen informiert worden.“
Die Reisezentren Münsingen, Seftigen, Zollikofen, Ins und Hasle-Rüegsau werden geschlossen. Am Standort Zweisimmen überprüfe die BLS die Zusammenarbeit mit der Montreux Berner Oberland Bahn (MOB). Die BLS spart weiter auch durch weniger Begleitpersonal in den Zügen, weniger Zug-Aussen-Reinigung und verkürzte Öffnungszeiten der Reisezentren. Nur die Reisezentren Interlaken West und Spiez sind ganzjährig am Sonntag geöffnet – und im Sommer das Reisezentrum Kandersteg.
(text:pmu/bild:unsplash)