23 Mai 2026

Blick in die Zukunft zeigt höhere Gebühren bei ARA Thunersee

Eine Zukunftsprognose hat die Delegierten des Gemeindeverbandes ARA Thunersees auf ihrer Versammlung wachgerüttelt und beunruhigt. Dabei geht es um eine Entwicklung, die für Gemeinden in der ganzen Schweiz bedenklich ist, erklärt Konrad Hädener, Präsident des Gemeindeverbandes ARA Thunersees. In Zukunft muss Phosphor, der im Klärschlamm enthalten ist, recycelt werden. Ebenso müssen sogenannte Mikroverunreinigungen, beispielsweise Rückstände von Medikamenten, entfernt werden.

Dies führt zu einer erheblichen Erhöhung der Gebühren, auch wenn die genauen Kosten noch nicht abschätzbar sind. Das chemische Verfahren zum Recycling von Phosphor ist noch unklar, doch nach aktuellen Schätzungen rechnet man mit zusätzlichen 1,4 Millionen Franken für die ARA Thunersee, erläutert Konrad Hädener. Für die Mikroverunreinigungen wird mit Kosten von 12 Franken pro Einwohner gerechnet, die an den Bund abgegeben werden müssen. Diese Erhöhungen sind zwar derzeit noch nicht in Kraft, aber zum Teil bereits gesetzlich verankert oder politisch in Vorbereitung.

(text:ath/bild:clü)