Bitterer Abend in Posen: FC Thun geht mit 0:7 unter
Der FC Thun erlebt im Hinspiel in Posen einen Abend zum Vergessen. Gegen Lech Posen setzt es eine deutliche 0:7-Niederlage. Dabei hätten die Thuner bereits in der ersten Minute in Führung gehen können, doch der frühe Abschluss findet den Weg nicht über die Linie. Stattdessen schlägt Lech Posen in der 10. Minute eiskalt zu und geht mit 1:0 in Führung.
Thun lässt sich vom Rückstand zunächst nicht entmutigen und versucht weiter, offensiv Akzente zu setzen. Doch erneut sind es die Gastgeber, die zuschlagen und auf 2:0 erhöhen. Kurz darauf bietet sich den Thunern eine gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer, doch Torhüter Lis verhindert mit einer starken Parade das 2:1.
Danach nimmt das Unheil seinen Lauf. In der 25. Minute fällt das 3:0, nur sechs Minuten später steht es bereits 4:0. Für den FC Thun kommt es noch bitterer: Gutbub muss verletzungsbedingt ausgewechselt werden und wird durch Furkan Dursun ersetzt.
Kurz vor dem Pausenpfiff folgt der nächste Rückschlag. In der 45. Minute erzielt Lech Posen das 5:0 und sorgt damit für einen bereits zur Halbzeit fast uneinholbaren Rückstand.
Auch nach der Pause keine Wende
Für die zweite Halbzeit reagiert der FC Thun mit einem Doppelwechsel. Strannegård kommt für Heule, Saiz ersetzt Zoukit. Doch kaum ist die zweite Hälfte angepfiffen, schlägt Lech Posen erneut zu: In der 47. Minute fällt das 6:0.
In der 50. Minute sieht Reichmuth zudem die gelbe Karte. Sechs Minuten später kommt Bürgi für Reichmuth ins Spiel. Eine wirkliche Wende gelingt den Thunern jedoch nicht.
In der 66. Minute scheint Furkan Dursun zumindest für einen kurzen Moment einen kleinen Hoffnungsschimmer zu entfachen. Der eingewechselte Stürmer trifft zum vermeintlichen 6:1. Doch die Freude währt nicht lange: Der VAR greift ein und erkennt eine Abseitsposition. Der Treffer zählt nicht – passend zu einem Abend, an dem für den FC Thun schlicht nichts zusammenlaufen will.
In der 79. Minute folgt schliesslich das 7:0. Thun wechselt ein letztes Mal und bringt Dähler für Labeau, doch auch dieser Wechsel kann dem Spiel keine neue Richtung mehr geben.
Nach 93 Minuten hat der Spuk ein Ende. Der FC Thun muss sich in Posen mit 0:7 geschlagen geben und steht damit vor einer kaum vorstellbaren Aufgabe.
Nur noch ein Fussball-Wunder kann helfen
Im Rückspiel am kommenden Donnerstag in Thun braucht der FC Thun mindestens acht Tore mehr als Lech Posen, um das Duell noch zu drehen und den Einzug in die Europa League zu schaffen. Eine sportliche Herkulesaufgabe – praktisch müsste im Berner Oberland ein kleines Fussball-Wunder geschehen.
Ganz vorbei ist die europäische Reise der Thuner allerdings ohnehin nicht. Tröstlich bleibt: Der FC Thun wird so oder so europäisch spielen. Sollte das Wunder gegen Lech Posen ausbleiben und die Europa League damit ausser Reichweite sein, bleibt immerhin die Conference League.
Bis dahin gilt es für die Thuner, diesen bitteren Abend möglichst schnell abzuhaken. Denn auch wenn das 0:7 kaum schwerer hätte ausfallen können, wartet in einer Woche noch das Rückspiel – und damit zumindest die Chance, sich vor heimischem Publikum mit einer starken Reaktion zu verabschieden.
(text:sbü/bild:keystone)