Billette und Abos für öffentlichen Verkehr werden teurer – auch beim Libero-Tarifverbund
Ab Dezember 2026 kosten Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln hierzulande mehr. Der Strategierat der Alliance Swisspass hat eine Tarifanpassung um durchschnittlich 3,9 Prozent beschlossen. Betroffen sind national gültige Billette und Abonnemente. Nun liegt der Ball beim Preisüberwacher.
Allerdings werden nicht alle Preise im gleichen Ausmass erhöht, wie die Branchenorganisation Alliance Swisspass am Dienstag mitteilte. Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien sollen demnach gar nicht oder nur geringfügig teurer werden. Das Halbtax-Abo verteuert sich um fünf Franken.
Anpassungen soll es auch bei Tickets für Velos und Hunde geben. Der Bonus der Guthaben-Pakete beim Halbtax Plus wiederum bleibt unverändert. Zudem steigt der Preis für das Generalabonnement (GA) „etwas stärker“ als jener für Einzelbillette, wie es weiter hiess. Mit einem GA sei man weiterhin „verhältnismässig günstig“ unterwegs, sagte eine Sprecherin von Alliance Swisspass zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Wie die ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 geltenden Preise im Detail aussehen werden, soll im Laufe des Frühjahrs bekannt werden. Regionale Verkehrsverbünde legen ihre Tarifanpassungen selbst fest. Auch der Libero-Tarifverbund passt im Dezember seine Preise an. Die Preisanpassungen bei den Einzeltickets haben auch Auswirkungen auf die Preise der Mehrfahrtenkarten (MFK), die entsprechen angehoben werden. Zudem richtet sich der Libero-Tarifverbund nach dem direkten Verkehr und anderen Tarifverbünden aus und schafft den Rabatt von 10% ab, wodurch sich eine überdurchschnittliche Preiserhöhung von durchschnittlich 13,5% ergibt. Auch bei den Multi-Tageskarten gab es bis anhin einen Rabatt von 10%, der ab 2027 wegfällt. Dadurch steigen die Preise gegenüber heute um durchschnittlich 13,4 Prozent.
Die letzte schweizweite Tariferhöhung ist drei Jahre her. Zuvor waren die Preise des öffentlichen Verkehrs auf nationaler Ebene sieben Jahre lang stabil geblieben. Per Ende 2023 stiegen die Billettpreise um durchschnittlich 3,7 Prozent. Vor der Intervention des Preisüberwachers hatte Alliance Swisspass eine Erhöhung um 4,3 Prozent vorgesehen.
(text:ath+pd/bild:unsplash)