6 Dezember 2023

Biden nennt Trump als Motivation f├╝r Bewerbung zur Wiederwahl 2024

US-Pr├Ąsident Joe Biden will nach der Wahl 2024 noch einmal ins Weisse Haus einziehen – nun hat er sich zu seinen Beweggr├╝nden ge├Ąussert. „Wenn Trump nicht antreten w├╝rde, bin ich mir nicht sicher, ob ich antreten w├╝rde“, sagte Biden am Dienstag (Ortszeit) laut mitreisender Presse bei einer Wahlkampfveranstaltung in Boston. Aber man d├╝rfe den ehemaligen US-Pr├Ąsidenten Donald Trump nicht gewinnen lassen. Der Republikaner will Pr├Ąsidentschaftskandidat seiner Partei werden und hat in parteiinternen Umfragen einen riesigen Vorsprung gegen├╝ber seinen Mitbewerbern.

Der 81-j├Ąhrige Biden gilt bei den Demokraten ganz klar als aussichtsreichster Bewerber f├╝r den Sieg bei den Vorwahlen. Er zog 2021 als ├Ąltester US-Pr├Ąsident aller Zeiten ins Weisse Haus ein. Bidens Alter und seine Eignung f├╝r eine erneute Pr├Ąsidentschaftsbewerbung sorgen seit l├Ąngerem f├╝r Debatten, auch in seiner eigenen Partei.

Biden hatte in der Vergangenheit ├Âfter deutlich gemacht, dass Trump ein wichtiger Beweggrund f├╝r seine erneute Bewerbung sei. Im April relativierte er dies allerdings: „Ich glaube, ich w├╝rde immer noch antreten, wenn er es nicht w├╝rde.“ Es gebe noch viel Arbeit, die zu Ende gebracht werden m├╝sse.

Zuletzt waren die Warnungen vor einen erneuten Pr├Ąsidentschaft Trumps wieder besonders laut geworden. Die Republikanerin und Trump-Kritikerin Liz Cheney warnte davor, dass die USA in eine „Diktatur zu schlafwandeln“ drohten. Das eher liberale Magazin „The Atlantic“ widmete den Gefahren einer erneuten Trump-Pr├Ąsidentschaft eine ganze Ausgabe. Der 77 Jahre alte Trump drehte den Spiess j├╝ngst um und nannte Biden den „Zerst├Ârer“ der Demokratie.

Trump war bei der Pr├Ąsidentenwahl 2020 Biden unterlegen, weigert sich aber bis heute, seine Niederlage einzugestehen und verbreitet die L├╝ge vom Wahlbetrug. Er muss sich deswegen in mehreren Strafverfahren vor Gericht verantworten – eine Premiere in der Geschichte der USA. Vergangenes Jahr forderte er auf der von ihm mitgegr├╝ndeten Social-Media-Plattform sogar, die Verfassung auszuhebeln. Er schrieb: „Ein massiver Betrug dieser Art und dieses Ausmasses erlaubt die Aufhebung aller Regeln, Vorschriften und Artikel, auch derjenigen, die in der Verfassung stehen.“

(text:sda/bild:keystone)