19 MĂ€rz 2022

Biathletin Selina Gasparin tritt zurĂŒck

Selina Gasparin ist auf dem Holmenkollen in Oslo letztmals im Weltcup im Einsatz. Die erfolgreichste Schweizer Biathletin der Geschichte tritt nach der laufenden Saison vom Spitzensport zurĂŒck.

Seit ihrem Weltcup-DebĂŒt im November 2005 in Östersund gilt Selina Gasparin als Pionierin des Biathlonsports in der Schweiz. Nun entschied sich die BĂŒndnerin nach insgesamt vier Olympia- und zwölf WM-Teilnahmen dazu, ihre erfolgreiche Karriere zu beenden. «Nach dieser Olympia-Saison sehe ich den idealen Zeitpunkt gekommen, meine lange Reise als aktive Biathletin zu beenden. Mir wird eine Vielzahl an fantastischen, unvergesslichen Erlebnissen auf und abseits der Loipen und SchiessstĂ€nde in Erinnerung bleiben. Ich blicke deshalb mit Zufriedenheit auf meine Karriere zurĂŒck und freue mich, wĂ€hrend fast zwei Jahrzehnten zur Entwicklung des Biathlonsports in der Schweiz beigetragen haben zu können», so die 37-JĂ€hrige. «Bei all jenen, welche mich auf meinem langen Weg mit allen Höhen und Tiefen begleitet und unterstĂŒtzt haben, möchte ich mich herzlich bedanken.»

Nach ihrem Wechsel vom Langlauf zum Biathlon 2004 zeichnete Selina Gasparin fĂŒr einige Meilensteine im Schweizer Schneesport verantwortlich. ZunĂ€chst war sie wĂ€hrend mehreren Jahren als einzige Schweizer Biathletin auf Weltcup-Stufe aktiv. In der Saison 2013/14 sorgte sie mit ihren Siegen in den Sprints von Hochfilzen und Le Grand-Bornand fĂŒr die ersten Schweizer Weltcupsiege im Biathlon ĂŒberhaupt. Zwei Monate spĂ€ter feierte die Ă€lteste der drei im Weltcup startenden Gasparin-Schwestern den grössten Erfolg ihrer Karriere, als sie an den Olympischen Spielen in Sotschi im Einzel ĂŒber 15 km ohne Schiessfehler blieb und mit Silber die erste (und bislang einzige) Olympiamedaille fĂŒr die Schweiz im Biathlon gewann. Insgesamt stehen fĂŒr die zweifache Mutter vier Podestklassierungen in Weltcup-Einzelrennen zu Buche. Zudem war sie Mitglied jenes Schweizer Quartetts, welches in der Saison 2019/20 die ersten drei Weltcup-PodestplĂ€tze einer Schweizer Frauen-Staffel herauslaufen konnte.

Als AushĂ€ngeschild des Schweizer Biathlonsports unterstĂŒtzte Selina Gasparin auch die Entwicklungen rund um die Roland Arena auf der Lenzerheide, der ersten international weltcuptauglichen Biathlonanlage der Schweiz. So war sie unter anderem Botschafterin der erfolgreichen Kandidatur fĂŒr die Biathlon-Weltmeisterschaften 2025.

Ihren letzten Auftritt als aktive Biathletin wird Selina Gasparin Anfang April anlÀsslich der Schweizer Meisterschaften in Realp haben.

(text:pd/bild:unsplash)