2 September 2022

Bezahlbarer Wohnraum f├╝r Thun trotz Wohnungsnot

In der Stadt Thun sind bezahlbare Wohnungen Mangelware. Deshalb lancieren acht Thuner Wohnbaugenossenschaften, der Mieterinnen- und Mieterverband, der Gewerkschaftsbund, SP, JUSO, GR├ťNE und Junge GR├ťNE, sowie weitere Organisationen eine Doppel-Initiative f├╝r mehr bezahlbaren Wohnraum.

In Thun wird in den n├Ąchsten Jahren viel gebaut: In der Bostudenzelg und auf dem Siegenthalergut werden neue Wohnquartiere entstehen. „Wichtig ist, dass dort m├Âglichst viele preisg├╝nstige Wohnungen durch gemeinn├╝tzige Wohnbautr├Ąger erstellt werden k├Ânnen“, fordert Adrian Christen, Co-Pr├Ąsident der Wohnbaugenossenschaft Zukunft Wohnen und Thuner SP-Stadtrat anl├Ąsslich einer Medienkonferenz zur Lancierung einer Doppel-Initiative f├╝r mehr bezahlbaren Wohnraum.

„In Thun herrscht Wohnungsnot“, betont Sandra Rupp, Pr├Ąsidentin des Mieterinnen- und Mieterverbands Regionalgruppe Thun-Oberland. „Das ist keine Panikmache, sondern Realit├Ąt und statistisch erfasst. Ein Leerwohnungsbestand unter einem Prozent wird als Wohnungsnot definiert. In Thun liegt dieser Anteil seit Jahren darunter, 2021 gar bei 0.17 Prozent!“

Deshalb wird jetzt eine Doppelinitiative lanciert. Die „Initiative f├╝r bezahlbare Wohnungen“ (Thuner Wohn-Initiative) verlangt, dass sich im Jahr 2035 mindestens 15 Prozent der Wohnungen in der Gemeinde Thun im Eigentum von gemeinn├╝tzigen Wohnbautr├Ągern befinden. Das zweite Volksbegehren, die Bostudenzelg-Initiative bezweckt im Perimeter der ├ťberbauungsordnung „Bl├Ąuerstrasse-Bostudenzelg“ einen Mindestanteil von 50 Prozent gemeinn├╝tzige Wohnungen. Beide Initiativen werden heute gemeinsam als Doppel-Initiative lanciert. Das Initiativkomitee muss nun innert zw├Âlf Monaten je 1’600 Unterschriften f├╝r beide Begehren sammeln.

(text:pd/bild:og – legende v. l. n. r.: Ruth Guldimann, BWG N├╝nenen; Magdalena Erni, Junge Gr├╝ne Thun; Thomas Freiburghaus, WBG Neufeld; Sandra Rupp, Mieter_innenverband; Adrian Christen, SP-Stadtrat)