18 April 2024

Bewegung bei neuen Ukraine-Hilfen der USA

Angesichts der bedrohlichen Lage f├╝r die Ukraine kommt Bewegung in die seit Monaten festgefahrene westliche Planung neuer Waffenlieferungen. In den USA wird das Repr├Ąsentantenhaus voraussichtlich am Samstag ├╝ber ein dringend ben├Âtigtes Hilfspaket abstimmen, wie der Vorsitzende der Parlamentskammer, Mike Johnson, am Mittwoch ank├╝ndigte. Der Kontrollausschuss des Repr├Ąsentantenhauses ver├Âffentlichte die Gesetzestexte, ├╝ber die nun abgestimmt werden soll. F├╝r die Ukraine sind darin rund 61 Milliarden US-Dollar an Unterst├╝tzung vorgesehen. Zudem hiess es, US-Pr├Ąsident Joe Biden solle der Ukraine „so bald wie machbar“ weittragende Raketensysteme vom Typ ATACMS zur Verf├╝gung stellen. Kiew hofft seit langem darauf.

Der ukrainische Pr├Ąsident Wolodymyr Selenskyj bat die Staaten der Europ├Ąischen Union indes um mehr Flugabwehrsysteme gegen russische Luftangriffe. Am Mittwoch kamen bei einer russischen Raketenattacke auf die nordukrainische Stadt Tschernihiw 17 Menschen ums Leben, etwa 60 Menschen wurden verletzt. Selenskyj verwies vor den EU-Staats- und Regierungschefs auf die erfolgreiche Abwehr des iranischen Raketen- und Drohnenangriffs auf Israel. „Unser ukrainischer Himmel und der Himmel ├╝ber unseren Nachbarn verdient die gleiche Sicherheit“, sagte er in einer Videoschalte zum Gipfel in Br├╝ssel.

Die Nacht auf Donnerstag begann f├╝r die Ukraine mit Luftalarm im Osten des Landes. Die ukrainische Luftwaffe berichtete von anfliegenden russischen Kampfdrohnen. Die Grossstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland werde beschossen. „Alle in die Schutzr├Ąume!“, schrieb das Milit├Ąr auf Telegram. Auf russischer Seite herrschte Raketenalarm im grenznahen Gebiet Belgorod. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, 14 ukrainische Artillerieraketen seien abgewehrt worden.

(text:sda/bild:keystone)