22 Juni 2026

Bertone Wechsel zu Luzern hallt in Thun noch immer nach

(03:14)

Die Überraschung über den plötzlichen Abgang sitzt bei den Verantwortlichen tief. Thuner Vereinspräsident Andres Gerber zeigt sich sichtlich getroffen und erklärt, dass man verständlicherweise überrascht sei, wenn man mit so einer Nachricht schlichtweg nicht gerechnet habe.

Dennoch betont Gerber, dass man im Thuner Mittelfeld schon länger auf mögliche Abgänge vorbereitet sei. Gewisse Veränderungen hätten sich bereits über mehrere Tage oder Wochen abgezeichnet, weshalb der Verein das Thema intern schon länger auf dem Schirm habe.

Dass man einen Leistungsträger wie Bertone trotz laufenden Vertrags ziehen lässt, liegt laut Gerber auf der Hand: Es war der ausdrückliche Wunsch des Spielers. Gerber gibt zu bedenken, dass man bei einem Spieler spüre, wenn dieser eine neue Herausforderung brauche. Wenn jemand nach einer gewissen Zeit schlicht „satt“ sei, könne er die nötige Motivation oft nicht mehr aufbringen. In solchen Fällen mache es wenig Sinn, einen Wechsel zu blockieren.

Nach vier sehr intensiven Jahren sei eine gewisse Sättigung für Gerber absolut nachvollziehbar. Er sieht im Umbruch daher vor allem eine Chance für die Zukunft. Nach den unglaublichen Erfolgen der letzten zwei Jahre sei es nun wichtig, dem Team frische Impulse zu geben und wieder hungrige Spieler in den Kader zu integrieren.

Lange müssen die Thuner Fans nicht warten, um Bertone wiederzusehen – allerdings im falschen Trikot. Der Spielplan sorgt direkt zum Auftakt der neuen Super-League-Saison für eine echte Knallerpartie: Am 25. Juli trifft der FC Thun auswärts direkt auf Leonardo Bertone und den FC Luzern.

(text:tki/bild:zvg fc thun)