Berner Wälder sind gestresst
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(03:21)
Die Hitze und Trockenheit sind zwar auf den ersten Blick vorüber, hinterlassen aber langfristige Spuren. Besonders in den Berner Wäldern. Der Staatsforstbetrieb bewirtschaftet alle Wälder, die dem Kanton Bern gehören. Das sind jedoch nur etwa sieben Prozent der gesamten Berner Waldfläche. Trotzdem ist der Kanton Bern der grösste Waldbesitzer in der Schweiz.
Je nach Tal sei die Situation unterschiedlich, da es teilweise auch mehr geregnet hat, betont Calvin Bieri. Trotzdem stehen aufgrund des Borkenkäferproblems bei Laubbäumen und der Klimaveränderungen alle Berner Wälder unter Druck, ergänzt er.
Durch die Hitze und Trockenheit haben die Bäume weniger Wasser und sind weniger elastisch. Daher sind spontane Astabbrüche in Wäldern weiterhin wahrscheinlicher. Der Wald ist halt einfach Natur, wie der Berg, und da gilt die Eigenverantwortung, so Calvin Bieri.
Gerade in der Natur gebe es keine genauen Pläne dafür, was künftig passiere. Besonders mit vielfältigen Baumarten und jungen Bäumen versuche man, darauf zu reagieren. Junge Bäume können sich neuen Bedingungen besser anpassen, so Calvin Bieri.
Das Motto der Staatsforstbetriebe laute: „Lieber etwas machen als nichts tun.” Damit stehe die aktive Bewirtschaftung des Waldes im Fokus.
(text:pmu/bild:unsplash)