19 August 2021

Berner Sicherheitskomission mit „Ja, aber“ zu eigener Polizeischule

Die Kosten f├╝r die Grundausbildung von Kantonspolizistinnen und ÔÇôpolizisten sollen reduziert werden. Die Sicherheitskommission hat sich einstimmig f├╝r die vorsorgliche K├╝ndigung des Konkordates ├╝ber die Errichtung und Betrieb der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch ausgesprochen.

F├╝r die Grundausbildung der Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Bern besteht seit 2004 die interkantonale Polizeischule in Hitzkirch/LU (IPH). Diese Schule wurde von 11 Kantonen als Aus- und Weiterbildungszentrum f├╝r die Polizei gegr├╝ndet. Tr├Ąger der Schule sind die beteiligten Kantone. Der Kanton Bern hat sich verpflichtet, seine deutschsprachigen Aspirantinnen und Aspiranten bis 2035 in der IPH auszubilden. Die franz├Âsischsprachigen Aspirantinnen und Aspiranten bildet der Kanton Bern selber in Biel aus.

Der Regierungsrat empfiehlt dem Grossen Rat aufgrund einer externen Analyse die vorsorgliche K├╝ndigung des Konkordates. Eine eigene Polizeischule biete neben j├Ąhrlichen Einsparungen in der H├Âhe von 2,3 Millionen Franken auch eine verbesserte praxisbezogene Ausbildung, so die Begr├╝ndung. Die Sicherheitskommission (SiK) spricht sich einstimmig f├╝r eine vorsorgliche K├╝ndigung des Konkordates per Ende 2035 aus. Der Regierungsrat soll sich aber daf├╝r einsetzen, dass vor 2035 von den Konkordatspartnern Diskussionen ├╝ber allf├Ąllige Anpassungen des Konkordates gef├╝hrt werden. Die Diskussionen sollen ergebnisoffen stattfinden. Anschliessend soll die f├╝r den Kanton Bern beste L├Âsung erarbeitet werden. Zudem soll der Regierungsrat aufgefordert werden, darauf hinzuwirken, dass die Schule ihr Eigenkapital f├╝r den Rest der Laufzeit nicht weiter erh├Âht und dass die Beitr├Ąge des Kantons Bern nicht f├╝r die Sanierung von Geb├Ąudeteilen eingesetzt werden, die nicht der Ausbildung dienen.

(text:pd/bild:beo)