15 Dezember 2021

Berner Regierungsrat f├╝r 2G mit Maske und Sitzpflicht

Der Regierungsrat des Kantons Bern spricht sich in der Vernehmlassung zur ┬ź├änderung der Covid-19-Verordnung besondere Lage┬╗ f├╝r Variante 1 (2G-Regel mit Masken- und Sitzpflicht) aus. Weitergehende Einschr├Ąnkungen sollen nach Meinung des Regierungsrates insbesondere die Gruppe der ungeimpften Personen betreffen. Einzelne Versch├Ąrfungen, wie die 2G-plus-Regel, lehnt der Regierungsrat jedoch ab. Da geimpfte Personen auch bei einer Covid-19-Infektion nur sehr selten auf Intensivstationen verlegt werden m├╝ssen, ist es nicht diese Personengruppe, die das Gesundheitssystem gef├Ąhrdet und damit mit weitergehenden Einschr├Ąnkungen konfrontiert werden muss. 2G mit Testpflicht w├╝rde zudem von vielen Menschen als Eingest├Ąndnis des Scheiterns der Impfkampagne wahrgenommen und faktisch einer Schliessung der betroffenen Betriebe gleichkommen. Der Regierungsrat k├Ânnte auch Variante 2 (Schliessung von Bereichen ohne M├Âglichkeit zur Maskenpflicht) unterst├╝tzen, wenn sich die Situation in den Spit├Ąlern stark verschlechtert.

Da die meisten Universit├Ąten und Hochschulen bis Mitte Februar Semesterpause haben, spricht sich der Berner Regierungsrat gegen das generelle Verbot von Pr├Ąsenzunterricht aus. Wo der Schulbetrieb noch l├Ąuft, sollte m├Âglichst auf Fernunterricht umgestellt werden. Die Maskenpflicht auf Sekundarstufe II begr├╝sst der Kanton Bern hingegen. Auch eine Ausweitung auf die Primarstufe w├Ąre f├╝r den Regierungsrat denkbar.

Eine generelle Home-Office-Pflicht lehnt der Regierungsrat ab; hingegen bef├╝rwortet er eine starke Empfehlung f├╝r Home-Office. Massnahmen f├╝r private Treffen im Innenbereich lehnt der Regierungsrat ab, da diese nicht kontrollierbar sind und zu einer Spaltung innerhalb von Familien f├╝hren k├Ânnen. Alternativ ist f├╝r Treffen drinnen eine tiefere Personenbegrenzung (z.B. 10ÔÇô15 Personen) umzusetzen.

(text:pd/bild:kantonbern)