29 März 2026

Berner Regierung bleibt bürgerlich – Parlament rutscht nach rechts

Die Berner Kantonsregierung bleibt bürgerlich, während das Parlament weiter nach rechts rückt – so lautet das Fazit der Gesamterneuerungswahlen vom Wochenende. Bei den Parlamentswahlen konnte die SVP deutlich zulegen und gewann sieben Sitze hinzu, womit sie nun 51 der 160 Mandate hält. Auch die SP legte zu und kommt neu auf 36 Sitze. Dahinter folgen die FDP mit unverändert 18 Sitzen, die Grünen mit 17 Sitzen (–2) und die GLP mit 15 Sitzen (–1). Die Mitte verliert drei Sitze und hält noch 9 Mandate, während die EDU um zwei Sitze auf insgesamt 8 zulegt.

Am stärksten unter Druck geriet die EVP, die vier Sitze einbüsste und nur noch mit 5 Mitgliedern im Parlament vertreten ist. Auf die übrigen Parteien entfällt noch ein Sitz, was ebenfalls einem Rückgang von drei Mandaten entspricht. Insgesamt stellten sich 148 bisherige Grossrätinnen und Grossräte erneut zur Wahl, wodurch es für neue Kandidierende besonders schwierig war, ins Parlament einzuziehen.

Dennoch kam es zu mehreren prominenten Abwahlen: So verpasste der Burgdorfer Stadtpräsident Stefan Berger (SP) die Wiederwahl, ebenso wie SVP-Nationalrat Erich Hess und der frühere Grossratspräsident Francesco Rappa (Mitte).

Im Wahlkreis Oberland lag die Stimmbeteiligung bei 37,9 Prozent, wobei Stephanie Gartenmann von der SVP mit 9’841 Stimmen am meisten Stimmen erhielt, um in den Grossen Rat gewählt zu werden.

(text:sda&pmu/bild:kantonbern)