28 November 2022

Berner Oberl├Ąnder Kraftwerke produzieren mehr Strom

Mit der Verordnung ├╝ber die befristete Erh├Âhung der Stromproduktion bei Wasserkraftwerken hat der Bundesrat die Betreiber von Wasserkraftanlagen mit Restwasserstrecken verpflichtet, die Restwassermenge im Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. April 2023 zu reduzieren. Massgebend daf├╝r ist der Artikel 31 des Bundesgesetzes ├╝ber den Schutz der Gew├Ąsser. Weil die Restwasserreduktion auf sieben Monate beschr├Ąnkt ist, stuft der Bundesrat die Auswirkungen auf die Umwelt als vertretbar und im Vergleich zum volkswirtschaftlichen Nutzen in einer Strommangellage als verh├Ąltnism├Ąssig ein. Die Kantone m├╝ssen die Umsetzung der Massnahmen ├╝berwachen. Im Kanton Bern ist das Amt f├╝r Wasser und Abfall (AWA) in Absprache mit den entsprechenden Fachstellen daf├╝r zust├Ąndig. Es unterst├╝tzt die Kraftwerkbetreiber auch bei der Umsetzung. Im Kanton Bern haben bisher vier Wasserkraftanlagen die Verordnung umgesetzt:

  • Wasserkraftwerk Simelemoos in St. Stephan
  • Wasserkraftwerk Laubegg in Boltigen
  • Wasserkraftwerk Felsenau in Bern
  • Centrale hydro├ęlectrique de Moutier in Moutier

Die Betreiber der Wasserkraftwerke B├Âzingen und Taubenloch (beide in Biel) sowie Tornos (in Moutier) pr├╝fen zurzeit, ob die Bundesverordnung umsetzbar ist. Zumindest beim Wasserkraftwerk B├Âzingen scheint eine Umsetzung in den kommenden Tagen denkbar. Alle ├╝brigen mehr als 300 Berner Wasserkraftanlagen sind von der Verordnung nicht betroffen.

Durch die Reduktion der Restwassermengen kann im Kanton Bern rund 2,1 Gigawattstunden zus├Ątzliche Energie produziert werden. Dies entspricht in der Zeitperiode zwischen 1. Oktober 2022 und 30. April 2023 einem Energiebedarf von etwa 700 Haushalten.

(text:pd/bild:pixabay)