15 November 2022

Mitholz als Zentrum einer Langzeitausstellung

Am 25. Februar 2020 erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner des Berner Oberl├Ąnder Dorfs Mitholz eine Nachricht, die ihr Leben ver├Ąndert: In zehn Jahren sollen sie ihren Heimatort f├╝r zehn Jahre verlassen. So lange braucht der Bund f├╝r die R├Ąumungsarbeiten im ehemaligen Munitions-Depot unter der ┬źFluh┬╗. Hier kam es nach dem 2. Weltkrieg zu einer Explosions-Katastrophe, die die meisten H├Ąuser zerst├Ârte und neun Menschen in den Tod riss. Seit dieser Mitteilung leben die Bewohnerinnen und Bewohner von Mitholz zwischen Ohnmacht und Aufbruch. Was Heimat bedeutet, zeigt sich meist erst dann, wenn man sie verliert.

In einem gemeinsamen Projekt setzten sich Menschen aus Mitholz und das Alpine Museum der Schweiz in Bern mit der Bedeutung von ┬źHeimat┬╗ und mit der ungewissen Zukunft auseinander. Die Spurensuche f├╝hrt von der Explosionsnacht 1947 bis in die Zukunft. Die Ausstellung er├Âffnet Zug├Ąnge ├╝ber informative, sinnliche und installative Elemente. Sie gibt dem pers├Ânlichen Erleben
der Mitholzer:innen ebenso Raum wie gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Das Alpine Museum der Schweiz versteht sich als diskursive Plattform f├╝r Gegenwarts- und Zukunftsfragen. Mit ┬źHeimat┬╗ bietet es Raum f├╝r Reflexion und Dialog.

(text:pd/bild:beo)