7 Februar 2021

Bern zweiter Cup-Finalist nach den ZSC Lions

Der zweite Finalist im Schweizer Cup nach den ZSC Lions heisst SC Bern. Der Tabellenletzte der National League setzt sich im Halbfinal gegen Gen├Ęve-Servette 3:2 nach Penaltyschiessen durch.

In den ersten drei Runden gegen Basel (4:0), Davos (2:0) und Ajoie (3:0) hatten die Berner kein Gegentor zugelassen. Auch gegen Servette hielt die Defensive lange dicht. Das 1:1 der Genfer fiel 43 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels, wobei aus Sicht des SCB erst noch viel Pech dabei war, lenkte doch Tristan Scherwey den eigentlich ungef├Ąhrlichen Weitschuss von Noah Rod ins eigene Tor ab. Dem nicht genug kassierte das Heimteam praktisch mit der zweiten Pausensirene auch noch das 1:2. Daf├╝r verantwortlich zeichnete der Genfer Routinier Eric Fehr mit einem nicht unhaltbaren Abschluss.

In der 24. Minute waren die Berner durch Andr├ę Heim in F├╝hrung gegangen – diese ging insgesamt in Ordnung. Der 22-j├Ąhrige Center traf nach einem Fehlpass von Marco Miranda mit einem pr├Ązisen Schuss. Danach aber ├╝bernahmen die Genfer das Spieldiktat, das 1:1 entbehrte nicht einer gewissen Logik.

Im Schlussabschnitt schien es, als k├Ânnten die G├Ąste den Vorsprung ├╝ber die Zeit bringen. Miranda vergab in der 52. Minute gar noch eine grosse Chance zum 3:1; der Berner Keeper Tomi Karhunen hielt sein Team mit einer starken Parade im Spiel. Das zahlte sich aus: Verteidiger Yanik Burren rettete den SCB in der 58. Minute in die Verl├Ąngerung, in dem er den nach einem Schuss von Kyen Sopa frei liegenden Puck ├╝ber die Linie dr├╝ckte. Im Penaltyschiessen trafen dann auf Seiten der Gastgeber Vincent Praplan, Inti Pestoni und Tristan Scherwey, w├Ąhrend f├╝r die Genfer Daniel Winnik und Henrik T├Âmmernes re├╝ssierten.

Die Berner stehen zum dritten Mal im Cup-Final. Die ersten beiden Endspiele entschieden sie 1965 gegen Villars (5:2) und 2015 gegen Kloten (3:1) f├╝r sich. Die ZSC Lions hatten das Final-Ticket bereits am 20. Dezember mit einem 4:1-Halbfinalsieg bei Fribourg-Gott├ęron gel├Âst. Die Z├╝rcher, die am 28. Februar Heimrecht geniessen, streben den vierten Titelgewinn in diesem Wettbewerb nach 1960, 1961 und 2016 an. Der Cup, der 2014 nach einem 42 Jahre dauernden Unterbruch neu lanciert worden ist, wird in dieser Saison zum letzten Mal ausgetragen.

Bern – Gen├Ęve-Servette 3:2 (0:0, 1:2, 1:0, 0:0) n.P.

0 Zuschauer. – SR Lemelin/Urban, Wolf/Altmann. – Tore: 24. Heim (Blum) 1:0. 40. (39:17) Rod (Karrer) 1:1. 40. (39:59) Fehr 1:2. 58. Burren (Sopa, Olofsson) 2:2. – Penaltyschiessen: Fehr -, Praplan 1:0; Winnik 1:1, Pestoni 2:1; T├Âmmernes 2:2, Sopa -; Richard -, Scherwey 3:2; Vermin -. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Gen├Ęve-Servette.

(Foto: Tristan Scherwey (links) und Goalie Tomi Karhunen freuen sich ├╝ber den Einzug in den Cup-Final)