3 Mai 2024

Bericht: Neue Verhandlungen ├╝ber Gaza-Abkommen am Wochenende

Die indirekten Verhandlungen ├╝ber ein Geisel- und Waffenruhe-Abkommen f├╝r den Gazastreifen sollen am Wochenende Medienberichten zufolge in Kairo weitergef├╝hrt werden. William Burns, der Chef des US-Geheimdienstes CIA, sei bereits am Freitag in der ├Ągyptischen Hauptstadt eingetroffen, berichtete das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Quellen. Die islamistische Hamas, gegen die Israel im Gazastreifen Krieg f├╝hrt, best├Ątigte am Freitagabend, dass eine Delegation am Samstag in Kairo eintreffen werde, um die Gespr├Ąche fortzusetzen. Aus Hamas-Kreisen hiess es, es gebe noch Punkte zu besprechen und Klarstellungen zu treffen, insgesamt reise man aber mit einer „positiven Einstellung“ an.

Gegenstand der indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas, bei denen ├ägypten, Katar und die USA vermitteln, ist ein Vorschlag, der die Freilassung von Geiseln aus der Gewalt der Hamas sowie die Einstellung der Kampfhandlungen seitens Israels in mehreren Phasen vorsieht, wie „Axios“ schreibt. ├ähnliche Vorst├Âsse waren in der Vergangenheit daran gescheitert, dass die Hamas die endg├╝ltige Beendigung des Krieges durch Israel zur Bedingung einer auch nur teilweisen Geiselfreilassung gemacht hatte.

Zuletzt hatten Beobachter angenommen, dass die Hamas auch diesen mehrstufigen Vermittlervorschlag ablehnen w├╝rde. „Axios“ zufolge k├Ânnte es aber auch anders kommen. Hochrangige israelische Beamte wollten „erste Anzeichen“ daf├╝r erkannt haben, dass die Islamisten der ersten Phase des Deals – der Freilassung von Frauen, Kindern, ├älteren und Verletzten unter den Geiseln w├Ąhrend einer zeitlich begrenzten Waffenruhe – zustimmen k├Ânnten, ohne wie bisher darauf zu beharren, dass sich Israel von vornherein zur Beendigung des Krieges verpflichtet.

Die israelische F├╝hrung bestand von Anfang an auf einem mehrstufigen Abkommen, um sich die Option auf die Fortsetzung des Krieges vorzubehalten, falls es nach ersten Geiselfreilassungen und einer begrenzten Waffenruhe zu keinen weiteren Vereinbarungen k├Ąme. Zugleich w├╝rden die Islamisten ihren Preis f├╝r ein Nachgeben fordern. „Die Hamas (…) k├Ânnte die zu vereinbarende Zahl der Geiseln, die sie aus humanit├Ąren Gr├╝nden freil├Ąsst, senken und im Gegenzug die der freizulassenden pal├Ąstinensischen Gefangenen (in israelischen Gef├Ąngnissen) erh├Âhen“, so „Axios“.

Ausl├Âser des Gaza-Kriegs war das beispiellose Massaker mit mehr als 1200 Toten, das Terroristen der Hamas und anderer Gruppen am 7. Oktober vergangenen Jahres in Israel ver├╝bt hatten. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Angesichts der hohen Zahl ziviler Opfer und der katastrophalen Lage im Gazastreifen steht Israel international in der Kritik.

(text:sda/bild:keystone)