13 Dezember 2022

Bericht: Grosses Potential fĂŒr Solarstrom auf Berner Strasseninfrastrukturen

Welche Menge an Solarstrom kann auf BrĂŒcken und Strassenkreiseln, an StĂŒtzmauern, LĂ€rmschutzwĂ€nden und Tunnelportalen in der ZustĂ€ndigkeit des Kantons produziert werden? Der Kanton Bern hat diese Fragen vertieft abgeklĂ€rt. Er hat ĂŒber 9500 Infrastrukturobjekte analysiert sowie Kosten und ErtrĂ€ge abgeschĂ€tzt. Damit hat er den Auftrag einer Motion im Grossen Rat erfĂŒllt. Die Resultate liegen nun als Bericht vor.

Der Bericht zeigt, dass an ĂŒber 1300 Standorten Anlagen von rund 20 Megawatt mit einem Jahresertrag von etwa 19 Gigawattstunden installiert werden könnten. Dies zusĂ€tzlich zu den bereits umgesetzten eigenen Projekten des Kantons wie beispielsweise der Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Werkhöfen des Tiefbauamtes. Zum Vergleich: Schweizweit ist per Ende August 2022 eine Photovoltaik-Leistung von 2640 Megawatt installiert – dies fast vollstĂ€ndig als Dachanlagen. Auch wenn das Potenzial mit knapp einem Prozent der bereits installierten Photovoltaikleistung gering erscheinen mag: Der Kanton will diese FlĂ€chen ab 2023 interessierten Kreisen zur VerfĂŒgung stellen, beispielsweise Firmen, Gemeinden oder Privatpersonen. Denn selbst wenn nur die HĂ€lfte dieser Photovoltaik-Leistung installiert wĂŒrde, liessen sich damit etwa 2000 Haushalte mit Solarstrom versorgen.

Bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 wollen Bund, bundesnahe Betriebe und Kantone eine Vorbildfunktion wahrnehmen. Dazu hat der Bund Programme und Initiativen lanciert, die durch Massnahmen der Kantone ergÀnzt werden. Neben der Umsetzung von Energieeffizienzmassnahmen und dem Ersatz fossiler EnergietrÀger will die Schweiz insbesondere auch den Ausbau der erneuerbaren Energien wie Wind, Photovoltaik und Biogas fördern und damit einen wertvollen Beitrag an die KlimaneutralitÀt 2050 leisten.

(text:pd/bild:pexels)