2 Januar 2024

Bericht: Geisel-Deal-GesprÀche zwischen Israel und Hamas gestoppt

Nach der mutmasslichen Tötung eines Hamas-AnfĂŒhrers in Beirut sind die Verhandlungen ĂŒber ein mögliches neues Geisel-Abkommen zwischen Israel und der Hamas einem Bericht zufolge zum Stillstand gekommen. Die GesprĂ€che konzentrierten sich nun darauf, eine Eskalation zwischen Israel und dem Libanon zu verhindern, meldete die israelische Zeitung „Haaretz“ am Dienstagabend unter Berufung auf arabische Diplomatenkreise. Das „Attentat“ habe die Situation verĂ€ndert. Fortschritte, um einen weiteren Geisel-Deal zu erreichen, seien derzeit nicht mehr möglich.

Der stellvertretende Leiter des PolitbĂŒros der islamistischen Hamas, Saleh al-Aruri, kam bei einer Explosion in Libanons Hauptstadt ums Leben, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Hisbollah-Miliz nach der Explosion am Dienstagabend erfuhr. Auch die Hamas bestĂ€tigte den Tod Al-Aruris. Die genauen HintergrĂŒnde der Explosion blieben zunĂ€chst unklar. Schnell kam aber der Verdacht auf, dass es sich um eine gezielte Tötung handeln könnte – möglicherweise durch Israels Armee oder im Auftrag Israels. Israels MilitĂ€r kommentierte die Berichte auf Anfrage nicht.

Unter der Vermittlung Katars, Ägyptens und der USA hatten sich Israel und die islamistische Hamas Ende November auf eine mehrtĂ€gige Feuerpause im Gaza-Krieg geeinigt. WĂ€hrend dieser Zeit wurden einige der am 7. Oktober bei dem Hamas-Massaker aus Israel in den Gazastreifen entfĂŒhrte Menschen freigelassen. Zugleich wurden palĂ€stinensische HĂ€ftlinge aus israelischen GefĂ€ngnissen entlassen. Nach israelischen Informationen werden derzeit noch knapp 130 Geiseln im Gazastreifen festgehalten.

(text:sda/bild:keystone)