27 Juni 2023

Bergwandern wird unterschÀtzt

Bergwandern ist eine beliebtes Sportart im Berner Oberland und die beliebteste in der Schweiz. 58 % der Bevölkerung wandern wÀhrend rund 20 Tagen im Jahr auf Schweizer Wanderwegen, Tendenz steigend. Leider steigt auch die Zahl der UnfÀlle. GemÀss aktuellen SchÀtzungen der BFU verunfallen jedes Jahr beim Bergwandern 37 000 Personen. In ungefÀhr 5000 FÀllen sind die Verletzungen schwer oder mittelschwer, 42 UnfÀlle gehen tödlich aus.

Vielen ist nicht bewusst, dass eine Bergwanderung nicht einfach ein Spaziergang ist. Wer auf weiss-rot-weiss markierten Bergwanderwegen wandern will, muss fit, trittsicher und schwindelfrei sein. Verschiedene Studien der BFU haben gezeigt, dass sich viele Wanderer und Wanderinnen ungenĂŒgend auf eine Bergwanderung vorbereiten.

Knapp die HÀlfte der Bevölkerung kennt die Bedeutung von weiss-rot-weissen Spitzen auf den Wegweisern nicht. 26 % der Befragten, die auf einem Bergwanderweg unterwegs waren, gaben ausserdem an, nur mÀssig oder gar nicht vorbereitet zu sein. 18 % sagten, sie seien nicht besonders trittsicher.

Auf der Basis dieser Untersuchungen setzt die BFU in der neuen Bergwanderkampagne – gemeinsam mit dem Verband Schweizer Wanderwege als Fachpartner – den Fokus auf die weiss-rot-weissen Wegweiser. Die Plakate sind hauptsĂ€chlich in Bereichen des öffentlichen Verkehrs zu sehen und fordern Wanderinnen und Wanderer dazu auf, nicht nur ihre Abfahrtszeiten und AnschlĂŒsse zu beachten, sondern auch, ob die geplante Bergwanderung den eigenen FĂ€higkeiten entspricht.

(text:pd/bild:unsplash)