Berggebiete fordern Korrektur der Botschaft Standortförderung
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(03:20)
Wer voreilige Schlüsse aus etwas zieht, das sich später als falsch herausstellt, kann schnell in Schwierigkeiten geraten – genau das zeigt sich nun bei der Botschaft zur Standortförderung 2028 bis 2031 des Bundesrates. In der Botschaft geht es insgesamt um knapp 400 Millionen Franken. Vorgesehen sind unter anderem das Verteilen von Mittel zur wirtschaftlichen Stärkung von Regionen und Berggebieten sowie zur Förderung des Tourismus.
Der Bundesrat hat die Botschaft in die Vernehmlassung geschickt – allerdings noch bevor ein anderes wichtiges Geschäft abgeschlossen war. Dabei ging er davon aus, dass die Mittel für Regionalpolitik und Tourismusförderung gekürzt würden. Das Parlament entschied jedoch anders. Deshalb beruhen die Zahlen in der Botschaft inzwischen auf falschen Annahmen.
Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB fordert nun gemeinsam mit weiteren Beteiligten eine grundlegende Überarbeitung der Vorlage. Dazu sagt der Direktor der SAB, Thomas Egger, gegenüber Radio BeO, dass der Bundesrat von anderen Zahlen ausging und erkläre, weil keine Einlagen mehr in den Fonds für Regionalentwicklung vorgesehen seien, nun der Ausstieg von der Regionalförderung vorbereitet werde und damit auch der Rückzug aus der Förderung der Berggebiete. Für Egger ist dies inakzeptabel.
Weil sich auch die Tourismusbranche sowie zahlreiche Kantone gegen dieses Vorgehen wehren, geht Thomas Egger klar davon aus, dass die Botschaft noch einmal grundlegend überarbeitet wird.
(text:chl/bild:unsplash)