23 August 2023

Bei grosser Zufriedenheit in der Schweiz auch Risse im Bild

Die Bev├Âlkerung in der Schweiz ist sehr zufrieden mit ihrer Situation. Allerdings gibt es auch Risse im Bild von der heilen Heimat. Das zeigt eine Umfrage des Forschungsinstituts GFS Bern im Auftrag der SRG.

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) wollte in diesem Wahljahr herausfinden, wie es der Bev├Âlkerung in der Schweiz und den Schweizerinnen und Schweizern im Ausland geht, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Die SRG lanciert dazu an diesem Mittwoch ├╝ber digitale Plattformen das Pilotprojekt „dialog“. An der GFS-Umfrage haben sich im April und Mai bereits mehr als 57’000 Menschen beteiligt – und ├╝ber die neuen Plattformen sollen es noch mehr werden.

61 Prozent der Befragten sagten, ihnen gehe es gut bis sehr gut (Noten 8 bis 10 auf einer Skala von 1 bis 10). Nur f├╝nf Prozent bezeichnen sich als nicht zufrieden (Noten 0 bis 4). Diese Zufriedenheit wird vor allem vom Privatleben gen├Ąhrt. Nur 37 Prozent benoten n├Ąmlich den Grad ihrer beruflichen Zufriedenheit mit 8 oder h├Âher.

Darauf angesprochen, was es br├Ąuchte, damit sie noch gl├╝cklicher w├Ąren, sagen die meisten der Befragten: mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Die weiteren Positionen auf der Wunschliste sind: mehr Geld zu haben, mehr Schlaf und mehr gemeinsame Zeit mit der Familie.

Knapp ein Drittel der Befragten befindet sich in einer „eher oder sehr stark“ belastenden finanziellen Situation – vor allem in der italienischen und r├Ątoromanischen Schweiz. Dies und der zunehmende Leistungsdruck sind die Faktoren, die das pers├Ânliche Gl├╝cksempfinden der Befragten am meisten beeintr├Ąchtigen. Ein F├╝nftel aller Befragten sagt zudem, sie f├╝hlten sich immer oder oft einsam.

Die Themen, die bisher in diesem Wahljahr vor allem zu reden gaben, finden gem├Ąss der Umfrage bei der Bev├Âlkerung wenig Beachtung. 61 Prozent halten „Woke“ und „Gender“ f├╝r Pseudoprobleme.

Zuwanderung, Neutralit├Ąt und Gleichberechtigung der Geschlechter sind auf der Liste der Themen, die die Leute besch├Ąftigen, nur im Mittelfeld. Sogar ganz am Schluss der Liste finden sich politische „Dauerbrenner“ wie die Corona-Pandemie oder der Stadt-Land-Graben.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)