BAV kritisiert Praktiken der Busbetreiberin AFA AG scharf
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) spricht von inakzeptablen Praktiken beim Busbetreiber AFA. Laut einem Bericht besteht in verschiedenen Bereichen der Automobilverkehr Frutigen-Adelboden AG (AFA) dringender Handlungsbedarf. Das Unternehmen hatte sich 2023 in die subventionierte AFA Bus AG und das gewinnorientierte Reiseunternehmen AFA Reisen AG aufgespalten. Die konzessionierte AFA Bus AG wird jährlich mit 0,9 Millionen Franken vom Bund und rund 0,8 Millionen Franken vom Kanton Bern unterstützt. Kritisiert wird eine zu enge Verflechtung der Führung, potenzielle Interessenkonflikte sowie mögliche Quersubventionierungen.
Der Geschäftsführer der AFA Bus AG, Peter Lacher,erklärt gegenüber Radio BeO, man habe vom Know-how des bestehenden Personals profitieren wollen. Dass einzelne Personen jedoch mehrere Rollen gleichzeitig innehatten, sei nicht ideal gewesen. Diesen Zustand wolle man nun korrigieren.
Die geforderten Massnahmen werden laut Lacher bereits laufend umgesetzt und sollen bis Ende des Jahres grösstenteils abgeschlossen sein. Das BAV verzichtet unterdessen auf ein strafrechtliches Verfahren.
(text:chl/symbolbild:unsplash)