11 September 2021

Baustart f├╝r Millionen-Schutzprojekt in Bondo GR nach Bergsturz

Vier Jahre nach dem t├Âdlichen Bergsturz am Piz Cengalo im b├╝ndnerischen Bergell haben am Samstag im Dorf Bondo die Bauarbeiten f├╝r ein 42 Millionen Franken teures Schutzprojekt begonnen. Dieses soll die Bev├Âlkerung k├╝nftig vor Murg├Ąngen und Hochwasser sch├╝tzen.

In den n├Ąchsten viereinhalb Jahren w├╝rden Schutzd├Ąmme gebaut, neue Br├╝cken und Strassen erstellt und eine Hochspannungsleitung in den Boden verlegt, teilte das Eidgen├Âssische Departement f├╝r Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) am Samstag zum Spatenstich mit. Das Projekt wird vom Bund, dem Kanton Graub├╝nden, der Gemeinde und aus Spendengeldern finanziert.

Nach dem Ungl├╝ck sei dank Sofortmassnahmen eine R├╝ckkehr der Bewohner in die Wohnungen nach mehreren Wochen zwar wieder m├Âglich gewesen, doch erst das jetzige Bauprojekt „Bondo II“ stelle den Schutz vor Naturgefahren l├Ąngerfristig sicher, sagte Katrin Schneeberger, Direktorin des Bundesamts f├╝r Umwelt (Bafu) am Samstag in Bondo. „Damit hilft das Projekt, hier in Bondo hoffentlich neuerliches Leiden zu vermeiden.“

Bei dem grossen Bergsturz vom 23. August 2017 am Piz Cengalo starben acht Bergg├Ąnger. Die Murg├Ąnge hatten ein so grosses Ausmass, dass die bereits 2014 gebauten Schutzmassnahmen nicht gen├╝gten. Teile der Siedlungen, Strassen und Br├╝cken wurden weggerissen oder ├╝berflutet. Etwa drei Millionen Kubikmeter Felsmaterial waren zu Tal gest├╝rzt.

Die unmittelbar danach gebauten Schutzmassnahmen waren weitgehend provisorischer Natur. Ziel des neuen Bauprojektes ist es, f├╝r die Siedlungsgebiete von Bondo, Sottoponte, Spino und Promontogno sowie f├╝r diverse Strassen Schutz vor ├ťberschwemmungen und Murg├Ąngen zu gew├Ąhrleisten. Die Bauwerke sollen laut Gemeindeangaben sorgf├Ąltig in die Landschaft eingef├╝gt werden.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 42 Millionen Franken. Nach Abzug der Subventionen von Bund und Kanton Graub├╝nden verbleiben f├╝r die Gemeinde Bregaglia Kosten in der Gr├Âssenordnung zwischen 11,9 und 13,3 Millionen Franken. Den ├╝berwiegenden Teil davon kann die Gemeinde durch Spenden finanzieren.

(text&bild:sda)