22 April 2024

Bauern wappnen sich gegen Frost

Im Wallis und in der Ostschweiz herrscht aufgrund der aktuellen KĂ€ltewelle im Obst- und GemĂŒsebau derzeit eine angespannte Situation. Die Walliser Bauern befĂŒrchten wegen der anhaltenden KĂ€lte FrostschĂ€den. In der Ostschweiz sind bisher noch keine SchĂ€den entstanden.

Um ihre ObstbĂ€ume und Rebstöcke zu schĂŒtzen, stellen die Walliser Bauern WĂ€rmekerzen auf oder besprĂŒhen ihre Kulturen mit Wasser. Ein grosser Teil des Kantons Wallis sei zurzeit von der Frostgefahr betroffen“, sagte Olivier Borgeat, GeneralsekretĂ€r des Branchenverbands Obst und GemĂŒse Wallis, am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sowohl die Kulturen in der Ebene als auch an den HĂ€ngen stĂŒnden unter Beobachtung.

Das wichtigste Mittel im Kampf gegen den Frost ist das BesprĂŒhen der ObstbĂ€ume mit Wasser. So bildet sich eine schĂŒtzende Schicht um die Knospen, welche sie vor Temperaturen unter dem Gefrierpunkt schĂŒtzen. An Hanglagen werden unter den ObstbĂ€umen Kerzen angezĂŒndet, um ein zu tiefes Absinken der Temperaturen zu verhindern. In Hanglagen eignet sich die BewĂ€sserung weniger gut, weil es zu Erdrutschen kommen könnte.

Bei den Weinreben sei die Gefahr von FrostschĂ€den lokal sehr unterschiedlich, sagte Yvan Aymon vom Branchenverband fĂŒr Reben und Wein. In den Hanglagen wird das Risiko weniger gross eingestuft als in der Rhoneebene. Die mehr als eine Woche andauernde KĂ€ltewelle sei aber generell besorgniserregend.

Die prĂ€ventiven Massnahmen werden aufgrund der Wetterprognosen wĂ€hrend der ganzen Woche aufrechterhalten. Wirklich gebannt sei die Gefahr von FrostschĂ€den erst nach Mitte Mai, wenn die Eisheiligen vorbei seien, erklĂ€rte Borgeat vom Branchenverband Obst und GemĂŒse. Erst dann lasse sich das Ausmass allfĂ€lliger FrostschĂ€den abschĂ€tzen.

Auch in der Ostschweiz herrscht im Obst- und GemĂŒsebau eine angespannte Situation. FrostschĂ€den seien derzeit jedoch keine zu beklagen, erklĂ€rte Reto Leumann vom landwirtschaftlichen Beratungszentrum Arenenberg TG gegenĂŒber Keystone-SDA.

Als Massnahmen wĂŒrden einzelne GemĂŒse-Kulturen besprĂŒht werden. Auch setzte man bei einigen KirschbĂ€umen zum Schutz vor tiefen Temperaturen Folien ein. Wie sich die aktuell auffallend lange KĂ€lteperiode tatsĂ€chlich auf die ErtrĂ€ge auswirken werde, sei derzeit schwierig abzuschĂ€tzen.

(text:sda/bild:keystone)