21 Dezember 2021

Bankomatensprengung legt Bahnhof Luzern vorĂŒbergehend lahm

Die Sprengung eines Bankomaten hat am frĂŒhen Dienstagmorgen den Bahnhof Luzern lahmgelegt. Die TĂ€ter sind entkommen, wie die Luzerner Polizei mitteilte.

Bei den mutmasslichen TĂ€tern handelt es sich um vier MĂ€nner. Sie sprengten kurz nach 3 Uhr einen Geldautomaten bei den Perrons der Zentralbahn (ZB). Dabei wurden sie von einer Überwachungskamera gefilmt.

Die Sprengung wurde von Sicherheitspersonal im Bahnhof bemerkt. Die vier TÀter hÀtten sich mit zwei Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma ein Handgemenge geliefert, teilte die Luzerner Polizei mit. Einer der Sicherheitsleute sei an der Schulter verletzt und deswegen von der Ambulanz ins Spital gebracht worden.

Die TĂ€ter flĂŒchteten darauf auf zwei Motorrollern. Die sofort eingeleitete Fahndung sei negativ geblieben, teilte die Luzerner Polizei mit.

Ob die TÀter Beute gemacht und wie gross der Sachschaden ist, blieb unbekannt. Dazu könnten noch keine Angaben gemacht werden, teilte die Luzerner Polizei mit.

Auswirkungen hatte der Gewaltakt auf den Bahnverkehr. Der Bahnhof wurde nach der Explosion aus SicherheitsgrĂŒnden grossrĂ€umig abgesperrt. ZĂŒge verkehrten keine, die frĂŒhen Pendlerinnen und Pendler wurden mit Bahnersatzbussen befördert. Gegen 7 Uhr konnte der Bahnhof zum grössten Teil wieder freigegeben werden. Gesperrt blieben die Gleise 14 und 15 der Zentralbahn.

Die Bankomatensprengung fĂŒhrte auch zu einem Grosseinsatz der Polizei. Die Luzerner Polizei zog Sprengstoffexperten aus ZĂŒrich bei, das Bundesamt fĂŒr Polizei (Fedpol) und die Transportpolizei standen im Einsatz, genauso wie Feuerwehr und Rettungsdienst.

Geldautomaten werden in der Schweiz immer wieder gesprengt. Vor einer Woche wurde in Novazzano TI ein Bankomat auf diese Weise aufgebrochen. Ende November sprengten Unbekannte einen in Vordemwald AG. Im Oktober wurden Geldautomaten in Oberwil BL oder Morgins VS gesprengt.

(text:sda / bild:keystone)