21 Januar 2023

Ein Toter bei SchĂŒssen nahe Stockholm

Bei Gewaltverbrechen vermutlich im Zusammenhang mit Bandenkriegen ist in Schweden ein Mann getötet worden. In und um Stockholm wurden in der Nacht zum Samstag mehrere Schiessereien und eine Explosion gemeldet. Festnahmen gab es zunĂ€chst nicht. „Die BandenkriminalitĂ€t eskaliert“, sagte MinisterprĂ€sident Ulf Kristersson dem Sender SVT. „Das sind Menschen mit einem extremen Gewaltpotenzial, die auf der Suche nach Rache oder Status die Sicherheit und Freiheit anderer Menschen bedrohen.“

Schweden ringt seit einigen Jahren mit einer um sich greifenden BandenkriminalitÀt. 2022 kam es in dem EU-Land zu 388 SchusswaffenvorfÀllen. 61 Menschen starben dabei. Opfer und TÀter sind dabei immer hÀufiger MinderjÀhrige.

Beamte fanden das Todesopfer am spĂ€ten Freitagabend mit Schussverletzungen in Solna bei Stockholm. Auch aus FruĂ€ngen und Tumba sĂŒdwestlich der Hauptstadt wurden SchĂŒsse gemeldet, zudem im SĂŒdstockholmer Bezirk SkarpnĂ€ck eine Detonation. Vermutlich wĂŒrden die Taten zusammenhĂ€ngen, sagte eine Polizeisprecherin. Auch in den Vortagen hatte es Schiessereien und Detonationen gegeben.

„Es ist eine sehr angespannte Situation mit fĂŒnf schweren Gewaltverbrechen innerhalb von zehn Stunden. Das ist nicht die Norm und ist in dieser Spirale der Gewalt noch nie vorgekommen“, sagte die Sprecherin. Der Polizeiexperte fĂŒr Bandengewalt, Gunnar Appelgren, sprach von einem sehr ernsten Konflikt. Es gehe um Töten oder Getötetwerden.

Ebenfalls am Freitagabend wurden zwei Teenager bei einer Verfolgungsjagd in Stockholm verletzt. Polizisten fanden Waffen in dem Auto, in dem sie unterwegs waren. Insgesamt wurden drei Menschen festgenommen.

(text:sda/bild:sda)