11 MĂ€rz 2023

Bahnstrecke TĂ€sch – Zermatt wegen Lawine unterbrochen

SchneefĂ€lle haben im Wallis und in der Innerschweiz zu Verkehrsproblemen gefĂŒhrt. Der Wintereinbruch mit teilweise ĂŒber einem halben Meter Neuschnee dĂŒrfte allerdings nur von kurzer Dauer sein: FĂŒr Montag wurde mit “einem Hauch FrĂŒhsommer” gerechnet.

Innert 24 Stunden bis Samstagmorgen hatte es im Wallis teilweise einen halben Meter Schnee gegeben, wie SRF Meteo mitteilte. Am Grossen St. Bernhard auf knapp 2500 Meter ĂŒber Meer fielen 56 Zentimeter Schnee und in Zermatt, auf 1638 Meter, waren es 50 Zentimeter. In den vergangenen Tagen belief sich die Neuschneemenge gar auf rund einen Meter.

Die Naturgefahrenfachstelle des Bundes hatte fĂŒr das Wochenende vor einer erheblichen, vorĂŒbergehend sogar vor einer grossen Lawinengefahr in Teilen des Kantons Wallis gewarnt. So musste die Bahnstrecke TĂ€sch – Zermatt am Samstag wegen eines Lawinenniedergangs stundenlang gesperrt werden, wie die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) per Twitter mitteilte.

Nach Auskunft einer Sprecherin der MGB war die Lawine ĂŒber Nacht niedergegangen und hatte die Gleise verschĂŒttet. Der Beginn der RĂ€umungsarbeiten habe sich verzögert, weil zunĂ€chst aus SicherheitsgrĂŒnden noch weitere Schneemassen hĂ€tten gesprengt werden mĂŒssen.

Die Walliser Kantonspolizei wies auf Anfrage darauf hin, dass am Samstagmorgen auch die Strasse nach Zermatt gesperrt werden musste. Grund waren prÀventive Lawinensprengungen. Zudem herrschte nach wie vor erheblich Lawinengefahr.

Probleme wegen Schneefalls gab es auch auf der A2. Laut dem Touring-Club der Schweiz (TCS) kam es auf der Gotthardstrecke der Autobahn A2 zwischen Erstfeld und Amsteg im Kanton Uri zu Behinderungen. Der Verkehr wurde am Vormittag vor Amsteg angehalten, um den Schnee zu rÀumen und querstehende Fahrzeuge zwischen Amsteg und Göschenen wieder frei zu bekommen.

Der Wintereinbruch dĂŒrfte aber nur von kurzer Dauer sein. Bereits fĂŒr Sonntag wurden wieder zweistellige Temperaturen vorausgesagt und am Montag soll es gar “einen Hauch FrĂŒhsommer” geben, wie der private Wetterdienst Meteonews per Twitter mitteilte.

Die Höchstwerte werden gemĂ€ss den Prognosen am Montagnachmittag mit SĂŒdwestwind und recht sonnigen VerhĂ€ltnissen verbreitet bei rund 20 Grad liegen, wie Meteonews prognostizierte. Lokal seien sogar bis 23 Grad möglich. Verantwortlich dafĂŒr sei die deutlich wĂ€rmere Luft aus den Subtropen, die in den Alpenraum fliessen werde.

Es dĂŒrfte aber bei einem “Hauch FrĂŒhsommer” bleiben. Am Dienstag soll bereits wieder die nĂ€chste Kaltfront ins Land ziehen.

(text&bild:sda)