16 Dezember 2021

BAG: Höchste Auslastung der Intensivstation seit Pandemiebeginn

Noch nie seit Ausbruch der Corona-Pandemie waren die Intensivstationen (IPS) der Schweizer SpitÀler so belegt wie in der letzten Woche: Die Auslastung stieg auf 81 Prozent. Im Durchschnitt mussten 273 Covid-Patientinnen und -Patienten intensiv-behandelt werden, 15 Prozent mehr als eine Woche zuvor.

Die Patientinnen und Patienten mit einer Covid-19-Infektion belegten letzte Woche 40 Prozent der verfĂŒgbaren IPS-Betten, nach 35 Prozent in der Vorwoche, wie dem neuesten Situationsbericht des Bundesamtes fĂŒr Gesundheit (BAG) zur epidemiologischen Lage in der Schweiz am Donnerstag zu entnehmen war. Im Durchschnitt mussten 211 Covid-19-Patientinnen beatmet werden, das sind 20 Prozent mehr als in der Woche zuvor.

Seit dem 27. Januar wird der Impfstatus der hospitalisierten Patientinnen und Patienten und der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung erfasst. Bis am vergangenen Sonntag wurden 9875 Hospitalisationen mit bekanntem Impfstatus gemeldet. Rund 77,5 Prozent dieser Personen waren nicht geimpft, rund 2,5 Prozent teilweise und rund 20 Prozent vollstÀndig.

Im selben Zeitraum registrierte das BAG 1635 TodesfĂ€lle von Personen, deren Impfstatus bekannt war. Davon waren rund 69 Prozent nicht geimpft, rund 5 Prozent teilweise und rund 26 Prozent hatten zwei Impfdosen erhalten. 94 Prozent der vollstĂ€ndig geimpften Todesopfer waren ĂŒber 70 Jahre alt.

Grosse kantonale Unterschiede gibt es zur Zeit bei der Zahl der bestĂ€tigten FĂ€lle pro Woche hochgerechnet auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner: So meldete der Kanton Tessin fĂŒr die vergangene Woche eine sogenannte Inzidenz von 362, der Kanton Obwalden hingegen eine von 1323.

Ebenfalls Inzidenzen von ĂŒber 1000 wiesen die Kantone Appenzell Innerrhoden (1228), Thurgau (1140), Schwyz (1122) und Appenzell Ausserrhoden (1086) auf.

Im Vergleich zur Vorwoche stiegen die bestĂ€tigten Ansteckungen hochgerechnet auf 100’000 Personen im Kantone Waadt am stĂ€rksten und zwar von 680 auf 770. Auch in Genf liegt die Inzidenz nun bei 915 nach 811 in der Vorwoche. In sieben Kantonen und Liechtenstein nahmen die Zahlen hingegen „signifikant“ ab, wie das BAG schreibt.

Gesamtschweizerisch betrug die Inzidenz letzte Woche 741. Das ist gemÀss BAG erneut ein Rekordwert seit Beginn der Pandemie. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Inzidenz derzeit bei rund 340, in Frankreich bei 507 und in Italien bei rund 200.

(text:sda/bild:unsplash)