28 MĂ€rz 2024

Autos stauen sich am GrĂŒndonnerstag vor dem Gotthard

Zum Beginn der Osterfeiertage ist es am Donnerstag vor dem Gotthard-Nordportal zu neun Kilometern Stau gekommen. Der Zeitverlust betrug am Nachmittag eine Stunde und 20 Minuten. Auf der SĂŒdseite des Gotthards blieb es nach den SchneefĂ€llen vom Mittwoch ruhig, Stau gab es im Tessin nur beim GrenzĂŒbergang zu Italien in Chiasso.

Der Grund fĂŒr den Stau auf der Autobahn A2 zwischen Wassen UR und Göschenen UR war VerkehrsĂŒberlastung, wie der Touring-Club der Schweiz (TCS) mitteilte. Empfohlen wurde die Alternativroute ĂŒber die Autobahn A13 und den San-Bernardino-Tunnel.

Der Hauptgrund jedes Jahr fĂŒr den Andrang sind Reisende, die an den Osterfeiertagen Richtung SĂŒden fahren. Sie werden nun aber fĂŒr ihre Strapazen nicht mit warmem und sonnigen Wetter belohnt, im Gegenteil: GemĂ€ss SRF Meteo setzt ab Karfreitag teils krĂ€ftiger Regen ein, der bis auf einige kurze Unterbrechungen bis Ostermontag andauert. Es drohen Hochwasser, MurgĂ€nge und Erdrutsche. Mit Höchstwerten um 13 Grad ist es fĂŒr Ende MĂ€rz auch eher kĂŒhl.

Freundlicher prĂ€sentiert sich das Wetter gemĂ€ss dem privaten Wetterdienst Meteonews von Karfreitag bis Ostersonntag in den östlichen AlpentĂ€lern mit teils stĂŒrmischem Föhn. Im Westen dĂŒrfte es wechselhaftes und gelegentlich nasses Wetter geben.

Reisende begeben sich an Ostern nicht nur ins Tessin. Laut dem Bundesamt fĂŒr Strassen (Astra) dĂŒrften einige AusflĂŒgler aufgrund des frĂŒhen Ostertermins auch in die Skigebiete fahren. Auf diesen Strecken sei insbesondere auf die WetterverhĂ€ltnisse zu achten.

Das Astra warnte davor, die Autobahn zu verlassen. Ausweichverkehr belaste die Menschen in den Ortschaften entlang der Nationalstrassen und fĂŒhre schliesslich zum Verkehrskollaps in den Regionen. Das Unfallrisiko steige dadurch auch.

Um den durch den Stau entstehenden Ausweichverkehr durch Dörfer zu verhindern, haben die Betroffenen Kantone verschiedene Massnahmen ergriffen. Dazu gehört das Schliessen von Autobahneinfahrten fĂŒr den Individualverkehr oder Ampel und RĂŒckhalteposten auf den Autobahnen, die einen kĂŒnstlichen RĂŒckstau auf den Kantonsstrassen erzeugen.

Bereits am Mittwochnachmittag hatten sich die Fahrzeuge am Gotthard-Nordportal auf einer LĂ€nge von neun Kilometern gestaut. SĂŒdlich des Gotthards verursachten verschneite Strassen einen Stau von fast vier Kilometern LĂ€nge. Auch am Karfreitag dĂŒrfte es zu erneuten Staus am Gotthard kommen.

Der Stau am Gotthard ist ein seit Jahren wiederkehrendes Ereignis. Den Rekord an StaulĂ€nge seit der Eröffnung des Gotthard-Tunnels im Jahr 1980 hĂ€lt das Jahr 1998. Damals fĂŒhrte ein Wintereinbruch an Ostern zu einem Stau mit einer LĂ€nge von 25 Kilometern. Auf dem zweiten Platz liegt der Karfreitag von 2022 mit einer StaulĂ€nge von 22 Kilometern. Das bedeutete eine Wartezeit von dreieinhalb Stunden.

(text:sda/bild:)