25 Juli 2023

Autobahnvignette ist in einigen Tagen elektronisch erhÀltlich

Die Autobahnvignette ist neu elektronisch oder wie bisher als Kleber erhÀltlich; der Preis bleibt bei 40 Franken pro Jahr. In einer Woche, vom 1. August an, kann die E-Vignette gekauft werden.

ErhĂ€ltlich ist sie ĂŒber das “Via Portal” des Bundesamtes fĂŒr Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) respektive ĂŒber www.e-vignette.ch, wie das BAZG am Dienstag mitteilte. Wer die Vignette elektronisch haben will, muss Fahrzeugkategorie, Zulassungsland und Kontrollschild erfassen.

Ein Benutzerkonto und Angaben zur Person, die die Vignette kauft, sind nicht nötig. Bezahlen kann man die Vignette online. Die Angabe, ob öffentlich einsehbar sein soll, ob fĂŒr ein Kennzeichen bereits eine Vignette gelöst worden ist, ist freiwillig. Laut BAZG lohnt sie sich vor allem bei von mehreren Personen benutzten Fahrzeugen.

Im Gegensatz zur Klebevignette, die fĂŒr ein bestimmtes Auto gelöst wird, ist die E-Vignette ans Kontrollschild gebunden. Die Autobahnvignette zum Aufkleben an die Frontscheibe gibt es seit 1985.

Die EinfĂŒhrung der elektronischen Variante brauchte Jahre. 2017 fĂŒhrte der Bundesrat eine Vernehmlassung durch. Aufgrund der kontroversen Ergebnisse sprach er sich 2018 fĂŒr die EinfĂŒhrung einer freiwilligen E-Vignette aus, die parallel zur bisherigen Klebevignette angeboten werden soll.

Der Bundesrat kann die Klebevignette abschaffen, wenn ihr Anteil am Gesamtabsatz unter zehn Prozent – also circa eine Million StĂŒck – fĂ€llt. So hat es das Parlament beschlossen.

Im Parlament umstritten war die Art und Weise der Kontrollen der E-Vignette. Schliesslich einigten sich die RÀte auf automatisierte Kontrollen mit fixen Anlagen und mobilen GerÀten. Diese Kontrollen sollen nicht permanent und flÀchendeckend stattfinden, sondern risikobezogen und stichprobenartig.

(text:sda/bild:keystone)