22 Mai 2024

Atalanta stoppt Leverkusens Lauf und gewinnt die Europa League

F├╝r Bayer Leverkusen und Granit Xhaka endet die Serie der Ungeschlagenheit im Final der Europa League. In Dublin unterliegt der deutsche Meister den Italienern von Atalanta Bergamo durch drei Tore von Ademola Lookman mit 0:3.

51 Partien hatte Leverkusen in dieser Saison aneinandergereiht ohne eine einzige Niederlage. Der im letzten Sommer gekommene Granit Xhaka musste sich bis zum Mittwochabend nicht einmal in einem Pflichtspiel mit Leverkusen geschlagen geben. Wiederholt konnten sich die scheinbar Unbezwingbaren in den letzten Wochen und Monaten aus verzwickten Situationen retten und ihre bemerkenswerte Serie fortsetzen.

Diesmal fanden Leverkusens Trainer Xabi Alonso und seine Spieler keine L├Âsung gegen ein intelligent spielendes Atalanta Bergamo, das vor allem in der ersten halben Stunde von der Intensit├Ąt her den Deutschen ├╝berlegen war und dank Ademola Lookman daraus Profit schlug.

Der nigerianische St├╝rmer traf in der 12. Minute ein erstes Mal nach einer guten Kombination der Italiener und ein zweites Mal eine Viertelstunde sp├Ąter, als ein versuchter schneller Angriff von Leverkusen misslang und indirekt zur Vorlage f├╝r Lookman wurde. Dieser beschleunigte, dribbelte Xhaka aus und traf mit grosser Klasse zum 2:0. Der dritte Streich von Lookman brachte nach einem Konter in der 76. Minute die fr├╝hzeitige Entscheidung und ein Eintrag ins Geschichtsbuch f├╝r den dreifachen Torsch├╝tzen, den ersten sechsten in einem Europacup-Final.

In Dublin war Lookman der gef├Ąhrlichste St├╝rmer einer Mannschaft, die ausserordentlich geschickt die Pl├Ąne von Leverkusen durchkreuzte. Mit dem von Coach Gian Piero Gasperini gesch├Ątzten Pressing zwangen sie den deutschen Meister, f├╝r jeden Pass viel zu arbeiten. Das in dieser Saison oft gesehene Leverkusen-Powerplay blieb mehrheitlich aus.

Oft fehlte die Genauigkeit im Spiel der Deutschen, die nach der Pause dominanter, aber nicht sonderlich gef├Ąhrlich wurden. Auch Granit Xhaka konnte das Spiel nicht so dirigieren, wie er es sich gew├╝nscht h├Ątte. Mit einem Weitschuss kurz vor der Pause sorgte der Schweizer, der zum zweiten Mal nach 2019, damals mit Arsenal, einen Europacup-Final verlor, immerhin f├╝r einen von wenigen gef├Ąhrlichen Momenten in Atalantas Defensive um den geb├╝rtigen Z├╝rcher und albanischen Internationalen Berat Djimsiti.

Djimsiti, der 2016 vom FC Z├╝rich zu Atalanta gewechselt hatte, durfte als Captain die lange Durststrecke seines Vereins beenden. Seit 1963 warteten die Nerazzurri auf ihren zweiten Titel. Erst am Mittwoch hatten sie ihn im Cupfinal gegen Juventus Turin erneut verpasst. Nun gewannen sie als erste italienische Mannschafts seit Parma 1999 die Europa League. F├╝r Leverkusen folgt immerhin schon am Samstag die n├Ąchste M├Âglichkeit auf eine Troph├Ąe. Dann trifft Alonsos Team im Cupfinal auf den Zweitligisten Kaiserslautern.

(text:sda/bild:keystone)