11 M├Ąrz 2023

Artha Samen M├╝nsingen geht in die zweite Saison

Auf den ersten Blick sieht alles noch gleich aus eingangs M├╝nsinger Schwand. Mitte M├Ąrz werden hier die ersten Gem├╝sesetzlinge zum Verkauf stehen, sp├Ąter folgen die Blumen. Hinter den Kulissen aber ist einiges passiert. Seit Anfang dieses Jahr f├╝hren der M├╝nsinger Adrian Bettschen und die beiden Berner Andreas Beers und Louis Blattmann die G├Ąrtnerei. Beers und Bettschen sind Landwirt und G├Ąrtner und langj├Ąhrige Mitarbeiter des vorherigen Besitzers J├╝rg H├Ąderich, der sich pensionieren liess. Blattmann kommt urspr├╝nglich aus der Gastronomiebranche und k├╝mmert sich vorwiegend um B├╝ro, Verkauf und Finanzen der G├Ąrtnerei. Ebenfalls Anfang Jahr wurde aus der Einzelfirma eine AG. Die AG ist haupts├Ąchlich im Besitz der Gesch├Ąftsf├╝hrung. Zus├Ątzlich sind noch Privatpersonen und der Innovationsfonds der Alternativen Bank Schweiz beteiligt.

An der Ausrichtung und Arbeitsweise der G├Ąrtnerei hat sich nicht viel ver├Ąndert, jedenfalls nicht so, dass es von aussen sichtbar w├Ąre. „Wir haben das Angebot gestrafft“, sagt Bettschen. Bei den Tomaten zum Beispiel gibt es nicht mehr ganz so viele Sorten. Bleiben durfte, was entweder gut verkauft oder von den G├Ąrtner:innen als gut befunden wird. Raus fielen Sorten, die nur f├╝r Sammler:innen interessant sind. „Was n├╝tzt es, wenn eine Tomate zwar gut schmeckt, an der Staude aber nur drei Fr├╝chte h├Ąngen?“ fragt Beers rhetorisch. „Drei Dinge m├╝ssen stimmen: Gesundheit, Geschmack und ein ausgewogener Ertrag.“

Mehr gibt es daf├╝r von den Wildpflanzen. Da haben sich die neuen Gesch├Ąftsf├╝hrer mit Landschaftsg├Ąrtner:innen zusammengesetzt und deren W├╝nsche gezielter ins Angebot einfliessen lassen. Auch Wildpflanzen und Samenmischungen, die sich f├╝r die Stadt eignen, gibt es mehr. Neu ist auch das Bildungsangebot: F├╝r Hobbyg├Ąrtner:innen, f├╝r Auszubildende im Biolandbau, sowie aktuell ein Sch├╝ler:innenprojekt mit einer Berner Privatschule.

Geblieben ist das Kerngesch├Ąft, die Produktion von Samen und die Saatguterhaltungsprojekte mit dem Bundesamt f├╝r Landwirtschaft. Der Verkauf findet vor Ort statt, im Webshop und in rund 60 Biol├Ąden in der Deutschschweiz. Bekannt ist die G├Ąrtnerei f├╝r ihre Wildblumenmischungen, die in farbenfroh gestalteten Samenbriefchen daherkommen.

(text:pd,ola/bild:unsplash-symbolbild)